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.. und hier ist ihr Bericht:
Nachdem ich Mitte März beim Nürnberger 6-Stunden-Lauf aufgrund einer starken Erkältung leider nicht starten konnte, freute ich mich umso mehr auf den 1. MIAU, der über 160km vom Münchener Siegestor zum goldenen Dacherl in Innsbruck führen sollte.
Donnerstag reiste ich dann zusammen mit Sabine, Jonas und Volker nach München, denn das Briefing samt Nudelessen um 18:00 in Startnähe wollten wir nicht verpassen. Sabine lief den MIAU ebenfalls erfolgreich mit, Jonas und Volker machten sich stattdessen einen schönen Tag im Deutschen Museum. Ein paar Fotos vom Start, bei VP5 und bei der Abschlußfeier haben sie dennoch geschossen und ins Internet gestellt.
Nach einer kurzen Nacht versammelten sich die 30 Teilnehmer vor dem Siegestor und warteten auf den Startschuß. Pünktlich um sieben ging es auf den für mich ersten 100-Meiler, überhaupt war es für mich der längste Lauf nach dem 24-h-Lauf von Stadtoldendorf.
Entgegen aller Vorhersagen hatten wir super Wetterbedingungen. Mal abgesehen von einigen wenigen Regentropfen am Abend war es tagsüber angenehm warm und nachts zumindest nicht allzu kalt. Durch Schnee und Eis mussten wir nicht laufen.
Bereits im Englischen Garten zog sich das Feld auseinander und viele Teilnehmer schlugen ein hohes Tempo an. Ich hatte mir etwa 40km für jeweils 5 Stunden vorgenommen und blieb damit eher im hinteren Feld.
Das Tempo ging sehr gut und ab 40km habe ich dann etwas angezogen und bei VP3 und 71km lag ich als 1. Frau auf dem zehnten Gesamtplatz. Die Strecke war bis dahin wunderschön an der Isar entlang. Immer leicht ansteigend, aber gut zu laufen.
Nach dem 4. Verpflegungspunkt an der Staumauer des Sylvensteinspeichers ging es über längere Abschnitte direkt auf der Fahrbahn einer Bergstrasse entlang. Nur einige Abschnitte hatten dort einen Fuß- bzw. Fahrradweg. Wer weiß, wie einheimische Autofahrer solche kurvenreichen Strecken nehmen, kann verstehen, dass dies oft kein Spass war, sondern man immer auf der Hut sein mußte. Nach dieser langen Steigung ging es wieder bergab und schon hatte man die Landesgrenze überschritten.
Bald erreichte man Altenkirch und näherte sich dem großen Verpflegungspunkt beim Fischerwirt am Achensee. Hier konnte man im Restaurant Nudeln essen und sich im Warmen umziehen und für die Nacht vorbereiten. Da ich während eines Laufs nicht viel essen kann, schon gar keinen Teller voll leckerer Nudeln, zog ich mich nur um und nach einem Kaffee konnte es weitergehen.
Die nächste Zeit lief man entlang des Achensees, um dann nach einem weiteren Anstieg fünf Kilometer steil bergab zu laufen um schließlich bei 120km in Jenbach die 24h-Tankstelle mit dem VP6 zu erreichen. Hier gab es noch mal alles, was das Herz begehrte, inkl. Stein-aus-dem-Schuh-holen-lassen.
Die verbleibenden 40km führten oft über Feldwege und entlang einer vielbefahrenen Güterzugstrecke, wobei mir doch einmal glatt die Mütze vom Kopf geweht wurde.
Im Gegensatz zum Rheinland sind die Nächte in den Alpen richtig dunkel, und wenn dann noch fast Neumond ist ganz besonders. So war ich froh, meine (Aldi-)Stirnlampe dabeizuhaben, denn ohne gute Beleuchtung war die Strecke nur schlecht zu finden. Zusammen mit dem Ausdruck des Roadbooks ging es aber erstaunlich gut und so bin ich ohne Umwege durchgekommen.
Kurz vor drei Uhr morgens erreichte dann nach 19:51 Stunden als erste Frau und Gesamtvierte die letzte Brücke und das Ziel mitten in der Innsbrucker Altstadt. Bernds Vater war dort zuständig für den Hoteltransfer und brachte die glücklichen Läufer einzeln in das einige Kilometer und jede Menge Höhenmeter entfernte Hotel. Morgens organisierte die Wirtin noch schnell ein, eigentlich nicht geplantes, Läuferfrühstück, das von den meisten Teilnehmern gerne angenommen wurde.
Den Tag über konnten sich alle noch einmal erholen, um dann ab 18:00Uhr am gemeinsamen Abschlussessen teilzunehmen.
Als Erinnerung gab es für alle Beteiligten einen original bayrischen MIAU-Maßkrug, aus dem ich im Sommer sicher mal ein Bier geniessen werde. D.h., in NRW, kann daraus vermutlich der Durst einer ganzen Familie gestillt werden.
Für mich und meine Familie war es eine gut organisierte Veranstaltung, die ich gerne weiterempfehlen möchte.

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