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100 km-Word Challenge Italien - Impressionen im Vorfeld Drucken E-Mail
Geschrieben von: Dr. med. Stefan Hinze   

Stefan Hinze ist schon ein paar Tage in Italien im Urlaub, bevor er am Samstag im offenen Wettbewerb "neben" der Word-Challenge startet. Hier sind ein paar Impressionen in Wort und Bild.

Der WC-Bericht

5.11.2008

Nein, bitte keine Kalauer. Der Bericht handelt nicht von Bedürfnisanstalten, sondern es geht um den 100 km World Cup, der am kommenden Samstag im italienischen Latium von Tuscania nach Tarquinia ausgetragen wird.

Schon als die Verlautbarung der IAU veröffentlicht wurde, war mir klar, an diesem Wettkampf, bei dem auch ein offener Lauf stattfinden wird, teilzunehmen. Die reinen Reisekosten nach Rom sind dank der Billigfluglinien geringer als eine Bahnfahrt von Kaiserslautern nach z. B. Nürnberg. Allerdings muss man dafür auch einige Unannehmlichkeiten in Kauf nehmen. Abflug um 6:30 Uhr, das bedeutet Bettflucht um 2:15 Uhr. Man sitzt im Flugzeug wie in einer Sardinenbüchse; mal ist es zu warm, mal zu kalt. Manchmal rumpelt es ordentlich, so das die Crew schnell einen kleinen Plastikbeutel hervorholen muss für die Passagiere mit empfindlichen Gleichgewichtsorganen. Aber schnell ist man in Rom, hat einen Mietwagen und fährt in Richtung Tarquinia.

Maurizia, die Vermieterin der Ferienwohnung, vergleicht die Autobahn rund um Rom mit einem Segelschiff. Man weiß zwar, wann man abfährt, doch die Ankunftzeit ist unbestimmt. Das trifft auch genau zu, denn der Autoverkehr ist immens. Das Latium, das Land der Etrusker, die diesem Gebiet zwischen dem sechsten und dritten Jahrhundert zu einer ungeahnten kulturellen und wirtschaftlichen Blüte verhalfen, ehe sie von den Römer besiegt wurden, die damit den Niedergang besiegelten. Unzählige etruskische Grabstätten sind hier vorhanden, viele in einem hervorragenden Zustand. Hier kann man die Geschichte des etruskischen Volkes hautnah erleben.

Nun aber wieder zum World Cup. Zunächst überraschte mich das Wetter. Mit 25° C am heutigen Tag ist es für die Jahreszeit viel zu warm, sagt Maurizia. Gestern gab es noch schwere Gewitter. Also sollte eine gute Sonnenschutzcreme im Gepäck eines jeden Teilnehmers sein. Bei der Besichtigung von Tuscania, einer kleinen Stadt mit einigen hübschen romanischen Bauwerken, fällt mir auf, dass rein gar nichts auf den World Cup hindeutet. Nicht einmal ein lausiges Plakat. Findet die Veranstaltung wirklich in drei Tagen statt? Morgen werde ich mal in Tarquinia schauen, ob es dort Anzeichen für das anstehende Ereignis gibt.

Noch ein Wort zur Strecke. Einige Teile habe ich mit dem Auto abgefahren. Nun, es hieß bei der IAU ja, sie sei relativ eben. Relativ stimmt auf jeden Fall. Ich halte sie für wellig bis hügelig, also eher nicht für Bestzeiten, wobei ich nur die ersten 10 km gesehen habe.

So, zum Abschluss einige Bilder aus dem Latium von heute.
Gruß nach Deutschland


Stefan

 

 
 
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