Noch mehr wetterfestes Rundendrehen
Christian Fatton war eigentlich nach Helsinki geflogen, um seine persönliche Bestleistung über 24 h zu toppen. Wie fast stets wurde er begleitet und betreut von seiner Freundin Julia Alter.
Die Strecke ist schnell beschrieben: eine 390 m-Kunststoffbahn in einer Halle. Es waren viele Läufer unterwegs und Christian mußte ständig Zickzacklaufen beim Überholen. Erschwerend kam hinzu, daß es den Betreuern untersagt war, mit ihren Athleten auf der Bahn zu laufen, was die Versorgung auch nicht eben einfacher machte.
Nach 12 h lag Chris noch voll im Soll, auf sein Seoul-Ergebnis hatte er einen Vorsprung von etwa 800 m, da er dieselbe Taktik angegangen war. Doch dann kamen Magenprobleme, die sich auch durch gezieltes und zufälliges Übergeben nicht beheben ließen. Hatte er die nötige Energie in Seoul noch durch Massen an Cola zu sich nehmen können, gelang das in Espoo nicht. Er hatte zwar Hunger, konnte aber nichts bei sich behalten. Nur Porridge ging gegen Ende. Aber da war der Rückstand auf die angedachten 250 km schon zu groß und so konzentrierte er sich darauf, den Lauf als Sieger zu beenden und freute sich schließlich auch über 230,865 km.
Er fühlte sich gut vorbereitet und war es wohl auch, denn bis auf die Magenprobleme ging alles gut, selbst die anschließenden Beinschmerzen hielten sich sehr in Grenzen.
Hier könnt Ihr Euch durch Fotos und Ergebnisliste(n) der Veranstaltung klicken. Insgesamt waren 78 Männer und 23 Frauen am Start. Bei Letzteren siegte die Ungarin Edit Bérces mit 212,1034 km. Sie wurde damit Gesamt-Sechste.
(Gabi Gründling 02/2009)
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