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6. 50km-Ultramarathon des RLT Rodgau am 29.01.2005 Print E-mail
Written by nicht bekannt   
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Am frühen Morgen lag die Temperatur bei -10°C. Das und die zu erwartenden winterlichen Verhältnisse auf der Strecke waren sicherlich die Hauptgründe, warum 154 vorangemeldete Läuferinnen und Läufer sich nicht auf den Weg nach Rodgau gemacht haben. Das nehmen die Veranstalter bewusst in Kauf und verzichten auf Vorkasse beim Anmelden, weil sie das Ende Januar sicherlich hohe Wetterrisiko nicht auf die Läufer übertragen wollen. Die Zahl der Starter stieg im Vergleich zum Vorjahr trotzdem um 24% auf die neue Rekordmarke von 440, wovon 330 die volle Distanz absolvierten.

Auf der Strecke ließ es sich sicher laufen. Nachdem die Sonne herauskam und die Temperatur fast 0°C erreichte, war der mit Salz behandelte, asphaltierte Teil der Strecke schnell schnee- und eisfrei. Auf dem Rest der Strecke blieb der Schnee liegen, was beim Laufen deutlich mehr Kraft erforderte.

Da Jochen Kümpel, der Favorit auf den Gesamtsieg, wegen starker Probleme in einer Ferse nicht antreten konnte, war der Lauf an der Spitze ein Zweikampf zwischen dem jungen Ukrainer Ruslan Kandyba und dem erfahrenen Ultraläufer Reima Hartikainen aus Schweden, der übrigens erst durch die IAU 50km Trophy von dem Lauf erfahren hatte. Kandyba ging nach dem Start in Führung und baute seinen Vorsprung bis km 30 auf 2:17 Minuten aus. Dann forderte die anstrengende Strecke ihren Tribut und Ruslan Kandyba wurde langsamer. (Nach dem Lauf habe ich seine total zerrissenen, an beiden Fersen gebrochenen und an den Sohlen völlig platt gelaufenen Schuhe gesehen. Es ist mir unverständlich, wie er damit auf dem Schnee so lange sein Tempo halten konnte.) Umgekehrt wurde Reima Hartikainen immer schneller, motiviert von dem kleiner werdenden Abstand zum Führenden und angetrieben von dem Wunsch, die für die IAU Trophy so wichtige Zeit von 3:20 Stunden zu unterbieten. In der neunten Runde überholte er Kandyba und erreichte in 3:19:19 überglücklich mit fast 4 Minuten Vorsprung das Ziel. Der Triathlet Jochen Diedrich lief sehr kontrolliert, lag vom Start weg bis ins Ziel auf dem dritten Platz und hatte mit 3:30:59 am Ende 2:30 Vorsprung vor Gernot Helferich (LTF Marpingen).

Bei den Frauen übernahm die Favoritin Constanze Wagner sofort die Führung und baute sie kontinuierlich aus. Bis 30km lief sie konstante Rundenzeiten von 21 Minuten  und konnte sich gute Hoffnung machen, ihren eigenen Streckenrekord zu brechen. Aber dann machte sich auch bei ihr der Schneeboden bemerkbar und sie wurde langsamer. Mit 3:39:22 Stunden verfehlte sie zwar den Streckenrekord um knapp 2 Minuten, wurde aber mit fast 10 Minuten Vorsprung Gesamtsiegerin bei den Frauen. Jutta Kolenc von der TG Biberach reduzierte ihr Tempo schon nach 20 km etwas und war dann in der Lage, bis ins Ziel konstant die Runden in 23 Minuten zu laufen. Als Zweite der Gesamtwertung blieb sie mit 3:49:09 Stunden unter 3:50, was für die IAU 50km Trophy sehr wichtig ist. Die junge Katja Friedländer vom TV Großostheim begann sehr vorsichtig, wurde nach 10 km schneller und rollte das Feld von hinten auf. Am Ende wurde sie in 3:55:32 Stunden mit deutlichem Vorsprung Dritte vor Ilona Schlegel, Elke Streicher und Marion Braun.

Wir freuen uns schon auf den 7. 50km-Ultramarathon am Samstag den 28.Januar 2006.

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