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01 kEin Beitrag von Jens Lukas

Mit einem hauchdünnen Vorsprung konnten sich das deutsche Männerteam mit Stephan Hugenschmidt (10.), Florian Reichert (21.) und Martin Schedler (34.) auf dem letzten Streckenabschnitt vor Norwegen und Portugal die Bronzemedaillen sichern. Die Favoriten Frankreich (Gold) und Spanien

(Silber) lagen jedoch mit großem Abstand uneinholbar in Führung. 25 Nationen konnten vollständige Männerteams (3 von maximal 6 Teilnehmern) zur Wertung ins Ziel bringen. Das Männerteam der Briten platzte und das US Team konnte sich trotz exzellenter Marathonvorleistungen nur auf einen 16. Platz retten.

Die deutschen Frauen haben sich mit einem 7. Platz (von 16 gewerteten Teams) in diesem starken Feld sehr gut verkauft, ein Team-Medaillenrang lag jedoch deutlich außer Reichweite. Auch hier das gleiche Bild, Frankreich (Gold) neben Spanien (Silber) dominierend, Groß-Britannien holt Bronze.

Viele Teilnehmer mussten dem spätsommerlich warmen und schwülen Wetter Tribut zollen und so waren Körpergefühl und eine kluge Renneinteilung gefragt. Die Strecke, 85km lang mit 5000HM, war stellenweise technisch sehr anspruchsvoll . Gestartet wurde am 29.10. um 5h morgens im Geres Nationalpark, der Zieleinlauf befand sich in der Kleinstadt Arcos de Valdevez.

Ultra-Trail World Challenge in Portugal - das deutsche Team bei der FlaggenparadeBesonders hervorzuheben sind auch die Einzelleistungen von Claudia Kahl (22.) und Stephan Hugenschmidt (10.) in diesem hochkarätigen Teilnehmerfeld. Benjamin Bublak startete besonnen und lag in den ersten 7h noch auf dem 3. deutschen Rang, musste dann jedoch der Hitze Tribut zollen und konnte „nur“ als 4. Deutscher (Platz 52) abschließen. Alle 3 sind Debütanten im Nationalteam, verfügen über großes Potenzial und werden sicher in nächster Zeit noch weitere hervorragende Leistungen erzielen.

Ultra-Trail World Challenge in Portugal - das Männerteam vor der EhrungGitti Schiebel (33.) konnte nach Baby-Pause wieder an ihren früheren Erfolgen anknüpfen und befindet sich weiter in aufsteigender Form. Direkt nach ihr kam Ildiko Wermescher (34.) als 3. Deutsche Frau ins Ziel und vervollständigte so ihre eindrucksvolle Leistungsbilanz. Anne-Marie Flammersfeld (39.) hatte sich nach ihrem Vorjahreserfolg mit einem 21. Platz bei der WC in Annecy mehr vorgenommen, musste aber auch dem Wetter Tribut zollen, ebenso wie auch Pamela Veith (60.) und Simone Philipp (61.), die beide zeitgleich einliefen.

Die gesamte Veranstaltung wurde von den Teilnehmern einhellig gelobt. Die zentrale Unterbringung in der in der traumhaft gelegenen, historischen Parkanlage Bom Jesus do Monte (Braga), die stimmungsvolle Flaggenparade in Braga mit Eröffnungszeremonie und die Siegerehrung mit dem gemeinsamen Abschlussessen boten einen rundum würdigen Rahmen für eine selektive, landschaftlich reizvolle Rennstrecke mit dieser erstklassigen Besetzung.

Die nächste Ultra-Trail World Challenge findet am 10. Juni 2017 in Italien, Badia Prataglia (Toskana) statt. Die Eckdaten: 50km, 2800HM und technisch nicht so anspruchsvoll wie die letzten beiden Auflagen der Ultra-Trail World Challenge. Somit dürften auch schnelle Marathonläufer die nun noch näher zu definierenden Selektionskriterien erfüllen.

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