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Berichte / News

Hier  findest du die neuesten Mitteilungen und Berichte - und natürlich auch die älteren. Für die musst du dich aber etwas tiefer in die Vergangenheit eintauchen.
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Dorothea Pfeffer hat sich beim 6 h-Lauf auf ihren 12er in Basel vorbereitet. Hier sind ihre Eindrücke:

Ein Ultralauf direkt vor meiner Haustür - die Veranstaltung rund um den Seilersee in Iserlohn bot sich für mich drei Wochen vor meinem Start beim 12 Std. Lauf in Basel geradezu an. Ich hatte mich recht spät hierzu entschieden und freute mich, dass ich noch einen Startplatz für den 6 Std. Lauf erhielt. Gleichzeitig wurde auch ein 12 Std.- sowie der Hauptlauf über 24 Std. angeboten. Die Runde um den See misst eine Länge von 1788 m, wobei gleichzeitig 22 Höhenmeter zu überwinden sind.

Kurz vor 10 Uhr am Samstag Vormittag machte ich mich mit meinen Kindern, die mich hervorragend umsorgt haben, Richtung Iserlohn auf den Weg. Dort angekommen, freute ich mich über viele bekannte Gesichter und stimmte mich mit kurzen netten Gesprächen auf den Lauf ein. Start war für alle Läufer Samstag Mittag 12.00 Uhr. Auf der recht kurzweiligen Strecke spulte ich zunächst Runde für Runde ab, wobei ich den Höhenunterschied, insbesondere das kurze knackige Gefälle schon als recht anspruchsvoll empfand. Etliche Runden "drehte" ich zusammen mit der späteren Siegerin, Ulrike Steeger, und freute mich über ein gleichmäßiges Tempo. In der letzten Stunde musste ich dann doch einen Gang rausnehmen; meine Wadenmuskulatur und eine dicke Blutblase am kleinen Zeh machten sich insbesondere auf der Strecke bergab und in der scharfen Kurve im Stadion schmerzhaft bemerkbar. Ich war dankbar, als nach 6 Std. das Signal ertönte und für mich der Lauf beendet war.

Mit meinem Ergebnis von 64,45 Laufkilometern und einem 2. Platz bin ich sehr zufrieden. Ich freue mich auf den Start in Basel und hoffe nur, dass meine Muskulatur mich nicht wieder im Stich lässt
 

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Ludger Böwer ist auch mal wieder in Italien Ultra gelaufen, nämlich bei den 100 km von Seregno, in deren Rahmen im kommenden Jahr EM/WM ausgetragen werden:

Am 3. April war die 3. Auflage des " La cento chilometri di Seregno". Fuer die Organisatoren war die diesjaehrige Austragung die Generalprobe fuer die IAU Weltmeisterschaft im 100km Lauf am 22.4 2011, an gleicher Stelle.

Seregno liegt zwischen Mailand und Como. Es ist ein 50km flacher Rundkurs, der durch 14 angrenzenden Gemeinden verlaeuft. Der schoenste Teil der Strecke ist nach 25 km bzw.75 km. Die Strecke verlaueft dann fuer ca. 8 km durch den Parco di Monza.

Leider wurde die 2. Runde etwas abgeaendert, und der Abschnitt im Parco di Monza auf 4 km verkuerzt - zu Gunsten einer 4 km Schleife im Zielbereich.

Bis auf ein paar Kleinigkeiten ist der Lauf eine Topveranstaltung und absolut WM-wuerdig.

Ich selbst war zum 2. Mal in Seregno und habe viele Bekannte wiedergetroffen. Start war morgens um 07:00 Uhr bei angenehmen Temperaturen. Die 1. Runde bin ich mit Christian Fatton gelaufen, der allerdings nicht ganz fit war. Die 1. Runde war total angenehm. Danke an Christian.In der 2. Runde mussten wir uns leider trennen. Die Temperaturen stiegen in der Mittagszeit bis auf 30°C an,sodass der Lauf ab km70 zu einem harten Stueck Arbeit wurde. Nach 8:27:25 konnte ich als gesamt 11. bei den Maennern und Altersklassenbester finishen.

Christian wurde mit 8:36:45 gesamt 16. und Altersklassen 3. Nach einer schoenen Siegerehrung waren alle Strapazen vergessen. Ich glaube ich bin naechstes Jahr wieder in Seregno.
 

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Oliver Ruf berichtet:

bei herrlichem Sonnenschein und super Temperaturen für die Zuschauer folgte um 11:10 der Start zum Freiburg-Marathon. In diesem Jahr wurde der Halbmarathon und Marathon wieder gemeinsam gestartet. Schade, in den letzten Jahren konnte ich durch den getrennten Start nach meinem Zieleinlauf immer noch beim Zieleinlauf des Halbmarathons zuschauen, sonst kommt man ja nicht dazu.

Optimistisch rechnete ich mit einer Zeit knapp unter 3 Stunden, da ich 2011 erst spät mit der Vorbereitung begonnen und nur wenig schnelle Einheiten gemacht habe. Die erste Hälfte lief wie geplant in etwas mehr als 1,5 Stunden. Nun sollte das Tempo erhöht werden und das klappte auch bis km30 und ab da machte sich meine Oberschenkelzerrung wieder bemerkbar, daher passte ich mein Tempo meinem Oberschenkel an. Es war mein erster Marathon bei dem ich jeden Verpflegungsstand ausgiebig nutzte. Nimmt man nun alles zusammen, bin ich mit meinen Handgestoppten 3:01:33 mehr als zufrieden. Leider werde ich momentan noch nicht in der Ergebnisliste geführt, keine Ahnung warum.


Auch mein Wettkampfernährungstest verlief sehr positiv, mit einem für mich neuen Gel alle 10km, Salztabletten und jeder Menge Wasser hatte ich während des Laufes und auch danach keine Probleme, nicht einmal einen leichten Durchfall wie ich es von anderen Gels nach den Läufen kenne.
 

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Elke Musial lief in Kienbaum den 50er, kam, sah und siegte. Hier ist ihre Geschichte:

„WER LANGSAM SCHLENDERT, SIEHT AM MEISTEN VON DER LANDSCHAFT.“
aus England

Dieser Spruch prägte am Freitag meinen Kalender und ich packte mit gemischten Gefühlen meine Sportsachen. Noch war mir nicht klar, ob ich am Sonnabend wirklich über 50km starten werde. 2 Blockierungen, eine Achillessehnenreizung und ein Gefühl von Erkältung hatten mein Trainingsprogramm der letzten 2 Wochen stark minimiert, aber vielleicht war das genau das Richtige!


Freitag herrschte noch etwa Chaos – mein Freund Sascha Pantel (Ultraläufer) war nicht erreichbar und ich wollte dort nächtigen, also klingelte ich bei meiner Schwester. Alles war geklärt, dann kam der Anruf von Sascha. Alles wieder umändern, aber ich freute mich. Ich fuhr los. „Einer wird schon zu Hause sein“ – so die Aussage von Sascha. Nein, keiner war da. Warten! Nach und nach trudelten alle ein, ein großer Cappuccino, Gespräche, Ablenkung....., dann war ich wieder alleine. Absolute Stille, nochmal Rotlicht nehmen, das Tape etwas kürzen, ein Versuch Kohlenhydrate zu tanken, aber alleine schmeckte es nicht (war also froh, dass ich schon mittags ausreichend Nudeln gegessen hatte), Sachen hinlegen, lesen, zeitig schlafen gehen.


Ab 2 Uhr wünschte ich, dass es doch endlich 4 Uhr wäre – aufstehen, entspannt frühstücken (das geht nur mit Sascha an so einem Tag!), losdüsen im wahrsten Sinne. Bei 160 km/h, mit meinem alten Auto, war ich zumindest wach.
In Kienbaum angekommen, war alles sehr entspannt, familiär, viele bekannte Gesichter, sehr nette Helfer, alle sehr umsichtig und gut drauf, obwohl es nur 4°C waren und es regnete durchweg. Aufregung wollte weder bei den Organisatoren aufkommen noch bei mir als Läufer. Kurz vor 6.30Uhr verließen wir das Auto, gingen an den Start und schon liefen wir. Wir spulten die 5km Runden ab. Alles war gut gekennzeichnet und jeder km war extra markiert. Mein Ziel war pro Runde 23Minuten, was ich auch fast auf die Sekunde mit einer einfachen Stoppuhr und einem guten Bauchgefühl schaffte. Es war ein schönes Tempo, sehr angenehm. Es blieb Zeit für die Natur. Wir liefen den 1.km mit Sicht zum Wasser und alles andere durch den Wald, mit sehr gutem Asphalt. Das zarte Grün machte sich an den Sträuchern breit, Eichhörnchen tummelten sich im Wald.... und der Regen störte gar nicht.(Ich musste an den Freitagspruch denken.)


Innerlich kam ich zu dem Schluss, dass es sich gar nicht so schlecht läuft bei Kälte. Bisher war Hitze mein Favorit.
Runde 3 war schnell da und Antje Müller, die absolute Spitze über 100km, war neben mir. Wir schwatzten kurz. Entweder war ich zu langsam oder sie zu schnell. Ich ging auf einen guten 22er Schnitt über. Runde 6 - kurzes Gespräch mit dem 3. bei den Männern über 50km, aber ich machte schnell klar, dass ich bitte nicht reden möchte. Ich hatte keine Lust, aus meinem Rhythmus zu kommen und wollte auch weiter genießen, denn inzwischen hatte es aufgehört zu regnen und ich war in Runde 8, lief mit Sascha gemeinsam über die Zeitmessung (war schön – wir strahlten beide). In Runde 9. brauchte ich einen kleinen Motivationsschub vom Glückssteinchen in meiner Hosentasche und schon lief ich in die 10. Runde, die dann die schnellste wurde. Zieleinlauf – tolle Zeit – 3:46,04 h – davon hatte ich nicht einmal geträumt. Ich dachte, meine gewünschten 3:51 würden schon ein Traum bleiben. Es ist also vieles machbar, wenn rings herum alles passt. Meine Freude war riesig und die nun durchbrechende Sonne tat ihr Übriges zum Glücksgefühl. Danke an alle, die es mir ermöglicht haben.


So setzte ich meine Rundreise, in meiner eigentlichen Heimat, mit sehr schönen Gefühlen und Gedanken fort.

 

Kai Horschig ist den 100er gelaufen und berichtet:

Zum dritten Mal stand ich dieses Jahr am Start zu den 100 km von Kienbaum. Es war eigentlich wie immer, eine freundliche Begrüssung und Betreuung durch die Veranstalter,
Ecky Breu als unermüdlicher Kommentator sowie das übliche Regenwetter in den ersten Stunden. Für mich stand fest dass dass dieser Lauf eine gleichmässige Trainingseinheit werden sollte,
da für mich in den letzten zwei Wochen aufgrund einer Grippe kein Training möglich war.
Meine Vorgabe war dass ich für die fünf Km –Runde jeweils 27 Minuten benötige und damit nach neun Stunden durch das Ziel laufen würde. Dies ist mir sehr gut gelungen und erstmals habe ich es geschafft
die Zweite Streckenhälfte schneller als die erste zu absolvieren. Meine Laufzeit betrug 8:53,43 , die ersten 50 km in 4:27,03 die zweiten 50 km in 4:26,40 .
Am nächsten Tag konnte ich problemlos einen drei stündigen Lauf absolvieren und bin zuversichtlich für meinen nächsten 24- Stundenlauf.

 

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René Strosny berichtet vom 50er vor seiner Haustür:

Nachdem ich mir einen Start bis zum Samstagabend offen gehalten habe, weil ich ebenso mit dem Rocky-Mountain-Lauf geliebäugelt habe, fiel die Wahl doch auf Eschollbrücken. Schließlich bin ich hier Stammgast und wohne mittlerweile vor der Haustür.

Natürlich gehe ich nicht völlig unambitioniert an den Start, aber ein Blick in die Startliste verrät, dass es nicht einfach sein würde, vorn zu laufen. Dazu kommen noch die ebenso Unvorangemeldeten ;-)


Als Minimalziel habe ich mir eine 3:30 gesetzt. Das Rennen verlief wie erwartet, mit Frank Stephan und Marjan-Jan Olejnik hatte ich meine härtesten Konkurrenten. Mit mehreren Führungswechseln war lange Zeit auch nicht klar, wer hier gewinnen würde. Nach 35km konnte ich mich jedoch von beiden absetzen und mir den Sieg sichern. 


Mit meiner zweitbesten Zeit von 3:23:02 über 50km bin ich nach der PB von Marburg vor 3 Wochen sehr zufrieden. 
Ein Dankeschön an die Organisatoren für eine tolle Veranstaltung. Hier ist es leicht, Stammgast zu sein. 

 

Und auch Frauensiegerin Nicole Benning gehört unserer Fördergruppe an und weiß zu berichten:

 

Mit meinem Start bei den 50 km von Eschollbrücken wollte ich einen langen Trainingslauf absolvieren. Das ist im Rahmen einer Veranstaltung einfach leichter als 50 km über unsere Hügel zu rennen ohne auch nur eine Möglichkeit weit und breit, unterwegs die Trinkflasche wieder aufzufüllen. Um mir die Strecke abwechslungsreich zu gestalten, wollte ich immer eine Runde "schnell" und eine Runde langsamer laufen. Das hat gut geklappt, in der neunten Runde hatte ich aber keine Lust mehr, mich mehr als nötig anzustrengen, weshalb ich es die letzten 10 km habe austrudeln lassen. Mit meiner Zeit von 4:08 h bin ich zufrieden, denn das ist genau das, was ich laufen wollte. Dass ich mit dieser Zeit die Frauenwertung gewinnen konnte hat mich überrascht, ist aber natürlich trotzdem schön. 

Mir hat Eschollbrücken gut gefallen, eine schöne professionelle aber dennoch heimelige Veranstaltung, bei der man ruhig öfter starten kann. Dass die Strecke aufgrund ihrer Beschaffenheit eher nicht für ganz tolle Zeiten gut ist (es sei denn man(n) liebt es, gefühlte 50km über einen Kartoffelacker zu rennen - so was gibt es ja auch), spielt dabei keine Rolle.

 

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Ludger Böwer und Pamela Veith kreiselten letzte Woche 6 Stunden um die Wöhrder Wiese in Nürnberg.

Hier sind Ludgers Eindrücke:Anfang Januar hatte ich mich entschlossen, meinen ersten Ultralauf in Deutschland am 12.01.2011 in Nuernberg zu absolvieren. Nach der guten Erfahrung mit dem Sri Chinmoy Team aus dem letzten Jahr in Basel war die Vorfreude gross.Ich wurde in keinster Weise enttaeuscht. Wunderschoenes Laufwetter, super Orginisation, nette Laeufer und ein paar Bekannte die ich durch die DUV-Foerdergruppe kennengelernt habe. Unter anderem: Gabi als laufende Reporterin und Pamela als Siegerin bei den Damen Mein Minimalziel von 72km habe ich mit 72,978 km erreicht ,und konnte mich ueber einen 3. Platz in der Gesammtwertung freuen. Mit Sicherheit war das nicht mein letzter Ultra in Deutschland.
 

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Marika Heinlein und Nicole Benning waren beim Würzburger Gedächtnislauf über 44 km, der neuerdings von unserem Förderstuützpunkt, der LG Würzburg, mitorganisiert wird. Hier sind ihre Eindrücke:

Marika: habe gestern meinen ersten "Mini-Ultra-Wettkampf" in diesem Jahr absolviert: den Würzburger Gedächtnislauf ( 44km ) und hab ihn doch glatt gewonnen! Damit hätte ich im Leben nicht gerechnet, wollte einfach ein flottes Trainingsläufchen mit Wettkampfcharakter machen (da beieilt man sich ja doch etwas mehr als zu Hause auf den gewohnten Trainingsstrecken ). Na, gefreut hab ich mich dann natürlich doch und 3:37 ist für mich auch ´ne ganz annehmbare Zeit ;-)
Das Wetter hat natürlich auch mitgespielt: Sonne pur, da macht das Laufen doppelt Spaß und die Strecke, fast komplett Radwege am Main entlang, war ebenfalls wunderschön. Insgesamt ein tolles Lauferlebnis. Und ich hab mich riesig gefreut Nicole Benning und Jochen Höschele dort unverhofft zu treffen.


Nicole: Erstens kommt es anders und zweitens als man denkt. So oder so ähnlich läßt sich mein bisheriges Lauffrühjahr zusammenfassen. Statt eines schnellen Marathons lag ich krank im Bett. Statt der geplanten Teilnahme an Wettkämpfen auf verschiedenen Strecken beschränkte ich mich aufs Zuschauen und Anfeuern meiner Vereinskollegen. Seit dieser Woche trainiere ich wieder normal und versuche, die alte Form wiederherzustellen. Und ich wollte mal wieder an einer Laufveranstaltung teilnehmen. Da hörte ich vom 44 km langen Gedächtnislauf von Würzburg nach Gemünden. Prima, ein Trainingslauf in schöner Umgebung, nicht zu weit weg von zuhause, nichts wie hin. Dass die Hinreise dann doch schwieriger war als gedacht lag an der Deutschen Bahn. Zum Glück gab es aber laufende Freunde, die zwei gestrandete Läufer aufsammelten und mit nach Würzburg nahmen.

Jochen und ich liefen im gemütlichen Trainingstempo den Main entlang, hatten unseren Spaß und fühlten uns wohl. Ich wusste es zu verhindern, dass sich mein Mann an den schönen Verpflegungsständen häuslich niederließ, sonst wären wir wohl noch immer unterwegs bzw. hätten im Ziel mehrere Kilos zugenommen.

Auf den letzten 14 km legten wir etwas an Tempo zu, wir wollten wie geplant gegen Ende beschleunigen. Das ging ziemlich gut, nur der starke Gegenwind war etwas nervig. In der Summe ein sehr schöner Trainingslauf. Dass wir Marika und Bruno im Ziel bzw. auf der Strecke getroffen haben, freute mich besonders. Wir hatten uns schon lange nicht mehr gesehen und wir beschlossen dann, noch eine Stunde länger in der warmen Sonne zu sitzen und zu plaudern, bevor uns die Bahn dann zuverlässig - dank unserer Sprinteinlage am Würzburger Hauptbahnhof - nach Hause brachte.
 

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Peter Seifert - Deutscher Meister und neuer deutscher Rekordhalter über 50 km:

Never change a winning team. Wir waren diemal als ein komplettes Team angereist und hatten jede Kleinigkeit bis ins Detail geplant und durchdacht. Zu gewinnen war das eine, aber einen deutschen Rekord zu laufen ist kein Kinderspiel. So hatte sich mein Trainer Wolfgang im Start/Zielbereich postiert und reichte mir dort meine Trinkflaschen. Mein Bruder Klaus dirigierte die Führungsradfahrer und machte mir bei Überrundungen Platz auf der Strecke. Am Verpflegungspunkt bei km 4 standen seine und meine Freundin und kümmerten sich dort um Getränke und Videoaufzeichnungen. Damit war ich nie allein auf der Strecke.

Der Morgen in Marburg war kühl. Ich mag kühle Wettkämpfe ja sehr, aber alles hat seine Grenzen. Bevor die Sonne richtig aufging waren noch Minusgrade und meinen Trainingspartner Lars und mich beschäftigte bis eine halbe Stunde vorm Start die Frage nach der richtigen Kleidung. Letztlich stieg die Sonne höher und wir entschieden uns wie immer für „weniger ist mehr“. Nach dem Start übernahm Lars die Führung, wie abgesprochen und sorgte für das richtige Tempo. Der Wind hielt sich noch in Grenzen. Lars machte einen perfekten Job und bei km 20 sind wir mit 1:08:45 schon fast eine halbe Minute vor dem Zeitplan gewesen und damit deutlich auf Rekordkurs.

Ab der dritten Runde musste ich ohne Lars auskommen. Der hatte den HM in persönlicher Bestzeit von 1:12:29 h gewonnen. Ich versuchte also jetzt allein das Tempo zu halten und machte ein klein wenig mehr Druck. Bei km 25 lag ich mit 1:26:03 h weiterhin sehr gut im Zeitplan und ich fühlte mich wunderbar, aber bis dahin ist jeder Lauf noch unglaublich einfach. Das kann sich ja bekanntlich schnell ändern, wenn man überzieht. Trotz dass der Wind auffrischte war die Rundenzeit mit 33:50 min deutlich zu schnell.

Wolfgang bremste mich lautstark ein. Das war auch gut so, denn der Wind machte mir auf den langen freien Abschnitten der Strecke zunehmend das Leben schwer. Ich hörte auf Wolfgang und nahm einen Gang raus – die vierte Runde war in 34:40 min eine Punktlandung.

Theoretisch hatte ich für die letzte Runde 36:35 min Zeit um trotzdem noch den Rekord zu brechen. Wolfgang schrie ich soll erst ab km 45 anziehen. Über die freie Strecke bis zum Verpflegungspunkt blies mir nun eine steife Brise ins Gesicht, was mich einiges an Kraft kostete. Ich habe nicht versucht das Tempo zu halten, sondern „schenkte“ mir die paar Sekunden, um Körner zu sparen. Marathondurchgang bei 2:25:21 h. Ich hatte aber noch einen schwierigen Teil der Runde vor mir. Ich musste noch ein letztes Mal durch die ganzen engen Kurven. Die scharfe Ecke kurz nach km 4 geht ja noch. Vor allem zwischen km 7 und 9 gibt es viele unterschiedliche Rhythmuswechsel. Der Wendepunkt vor km 8 zwingt jedesmal zum kompletten Stop und Neustart. Das kann nach 48 km schnell mal einen Krampf auslösen. Kurz danach folgt eine weitere scharfe Kurve und sofort danach der Anstieg über die Brücke. Auch das erfordert noch einmal alle Konzentration. So war die letzte Runde mit 34:58 etwas langsamer als geplant, aber dafür hatte ich genug Reserven um lächelnd den Zieleinlauf zu genießen.

Vielen Dank an mein Team. Ihr wart absolute Spitze!!!
 

 

 

René Strosny


Etwas überrascht war ich schon von mir selbst, denn die vorangegangenen kurzen Wettkämpfe deuteten nicht wirklich auf eine neue persönliche Bestzeit hin. Ich hatte zwar das Gefühl, mir es erlauben zu können, auf eine 3:20er Endzeit anzulaufen, aber mit 60 bis 90km pro Woche in den letzten sechs Wochen im Training inklusive Wettkämpfe, war ich unsicher, was die Kondition zum Rennende hin anbelangt.


Bei einer DM stelle ich natürlich auch Ansprüche an mich selbst, und so bin ich konsequent mit 4:00 Minuten pro Kilometer ins Rennen gegangen. Ich spulte absolute gleichmäßig alle 5 Runden ab. Bei Kilometer 35 hatte ich schon das gute Gefühl nicht mehr einzubrechen und war auch fähig, meine letzte Runde noch zu forcieren. Nach 40 Kilometern noch auf Platz 10 liegend konnte ich mich noch mit Platz 6 und einer neuen persönlichen Bestleistung von 3:19:03 selbst belohnen. Für Angela und mich war es ein rundum gelungener Lauftag, da auch sie eine neue persönliche PB erreichte.


Zu guter Letzt ein Dankeschön an die Marburger Truppe für eine tolle Veranstaltung und tolles Wetter. Ein extra Dankeschön an Wolfgang Olbrich und seinen Sohn Leon, die mich neben Peter Seifert einfach noch mit verpflegt haben und Familie Madry, die uns in ihren eigenen 4 Wänden ernährungstechnisch wieder aufgepäppelt haben.
 

Heike Christ:

Nach Marburg hatte es mich zum Laufen noch nie verschlagen, doch es war ein schöner und gut organisierter Lauf. Dafür allen Beteiligten ein "herzliches Dankeschön".

Was meine eigene Laufzeit anbelangt, bin ich ohne große Erwartungen nach Marburg gereist. In den Wochen davor habe ich viel und hart trainiert und deshalb wollte ich einfach nur Kilometer sammeln, wenn möglich recht locker. So locker ging es leider nicht, irgendwie saßen mir die vielen Läufe doch in den Knochen. Deshalb bin ich auch mit meiner Laufzeit zufrieden. In den nächsten Tagen werde ich etwas kürzer treten, um dann in 1,5 Wochen um den Balaton zu laufen.

Meine herzlichen Glückwünsche an alle Platzierten und natürlich an alle Finisher.
 

 Manuela Röder, Dt. Vizemeisterin:

Anfang März eine so lange Strecke laufen, das hatte ich bis dato noch nicht gemacht. Dementsprechend verunsichert, was das Tempo angeht, bin ich in dieses 50km Rennen gegangen. Schon bei km 1 habe ich mich mit Antje Krause gefunden. Wir waren uns schnell einig, das Rennen erstmal behutsam anzugehen und andere vorne taktieren lassen. Die ersten drei Runden liefen Antje und ich Schulter an Schulter. Ich konnte viel von ihrer Ruhe und Erfahrung profitieren. Der zunehmende Wind machte uns ab Runde 3 zu schaffen, zumal nun jetzt auch kein männlicher Halbmarathoni Windschatten spenden konnten. So teilten wir die Windpassagen unter uns auf und überstanden diese Streckenteile relativ unbeschadet. Bei km 32 haben wir gemeinsam die bis dahin auf Rang 2 liegende Antje Müller hinter uns gelassen. Ab km 35 konnte Antje das Tempo nicht mehr mithalten. Schade! Es hatte Spaß gemacht mit ihr zu laufen. Sie motivierte mich nun noch ordentlich weiter am Tempo dranzubleiben, um einen Zeit unter 3:50 Std zu schaffen. Das tat ich dann auch. Ich war überrascht, dass ich das Tempo bis ins Ziel halten konnte und freute mich über eine neue persönliche Bestzeit in 3:47 Std.
Es hat alles gepasst an diesem Tag. Dank der Ernährungstipps im letzten Fördergruppentrainingslager hatte ich auch keine Magenprobleme oder energetische Einbrüche, wie sonst so oft.
Vielen Dank an meinen Freund Enrico fürs Anfeuern und Motivieren!
 

 
 

 Antje Krause, Bronzemedaillengewinnerin:

Wie es aussieht bin ich dieses Mal die Letzte mit dem Bericht, das hängt einfach damit zusammen, dass nach dem Lauf auch noch eine Menge zu tun ist (manchmal auch unverhofft, wie z. Bsp. den verlorenen 12 Sekunden nachspüren).

Aber nun zu meinem Lauf: Eigentlich kann es kurz zusammengefasst werden, es war für mich ein perfekter Lauf abgesehen von der letzten Runde. Dass die Form aufsteigt, hatte das Training der vergangenen Wochen gezeigt. Was fehlte, waren genügend lange Läufe, doch die waren nach der Winterpause einfach noch nicht unterzubringen. Mein Ziel war Bestzeit und, wenn möglich, um die Plätze mitzulaufen. Nachdem ich mit Veronika am Start gesprochen hatte, war mir klar, dass es nur noch um die Plätze zwei und drei ging. Dreimal bin ich bereits Zweite bei DUV-Meisterschaften gewesen, so dass es mir dieses Mal relativ egal war, welche Farbe es hinter Veronika werden würde. Nach der letzten Tempoeinheit eine Woche vorher hatte ich mich entschlossen, es mit 45 Minuten-Runden zu versuchen. Es erwies sich als gut und schön, dass Manuela in etwa die gleiche Vorstellung hatte. Wir fanden uns bereits auf den ersten Kilometern und beschlossen, da Tempo und Laufrhythmus stimmte, zusammenzuarbeiten, was nett war, Ablenkung bot und vor allem später im Wind von Vorteil war.


Eigentlich bilderbuchmäßig liefen wir gleichmäßig bis Km 35 zusammen, als bei mir auf einen Schlag die Muskulatur zu streiken begann. Tja, nichts zu machen. Bis zu Km 40 konnte ich das Tempo noch halbwegs halten, doch die letzte Runde war sehr schwer. Ich war nicht körperlich kaputt, sondern die Beine waren einfach hinüber. Aber ich wusste, dass eine gute neue Bestzeit geben würde und der dritte Platz war auch nicht in Gefahr, so dass ich es noch irgendwie über die Bühne brachte.

Bestzeit, AK-Sieg und Dritter Platz, ich bin zufrieden, jetzt kann es ins Frühjahr gehen.
 

 

Fotos © Gabi Gründling

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Am Sonntag, dem 23. Januar fand im brandenburgischen Senftenberg der 5. Hallenmarathon statt. Bei diesem Event gelang bereits in den letzten Jahren den Athleten der Laufgruppe TSG Wittenburg große Erfolge. Platzierungen in der Gesamtwertung, sowie viele Altersklassensiege standen hier ganz oben. In diesem Jahr fand Mario Reichelt als einziger TSG-Läufer den Weg nach Senftenberg. Er bereitet sich zurzeit speziell auf die „langen Kanten“ vor, zu dem der Spartathlon in Griechenland (243 Kilometer) und die Weltmeisterschaften im 24 Stunden Lauf als Saisonhöhepunkte anstehen. Für ihn passte dieses Event daher optimal in den Trainingsablauf und so entschied er sich über die Distanz von 50 Kilometern zu starten. Pünktlich um acht Uhr in der Früh erfolgte der Startschuss. An erster Stelle wollte Mario überprüfen, ob sich der hohe Trainingsaufwand gelohnt hatte, aber auch eine Gesamtplatzierung unter den ersten drei sollte erneut folgen! Runde um Runde konnte er sich mit einem Kontrahenten absetzen, dem er nur im letzten Schlussviertel tribut zollen musste. Nach 3:38:43 Stunden konnte Mario über den 2. Platz in der Gesamtwertung und den Sieg in seiner Altersklasse jubeln. Mit der Übergabe eines schönes Pokals erfuhr er noch, dass er nun den aktuellen deutschen Hallenrekord über 50 Kilometer in der Altersklasse männlich 40 hält. Auf so eine Auszeichnung sind Mario und die Mitglieder der TSG Laufgruppe sehr stolz. Für Mario war dies ein optimaler Wettkampf und eine gute Vorbereitung für seine weiteren Vorhaben.

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