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Berichte / News

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Marika Heinlein und Nicole Benning waren beim Würzburger Gedächtnislauf über 44 km, der neuerdings von unserem Förderstuützpunkt, der LG Würzburg, mitorganisiert wird. Hier sind ihre Eindrücke:

Marika: habe gestern meinen ersten "Mini-Ultra-Wettkampf" in diesem Jahr absolviert: den Würzburger Gedächtnislauf ( 44km ) und hab ihn doch glatt gewonnen! Damit hätte ich im Leben nicht gerechnet, wollte einfach ein flottes Trainingsläufchen mit Wettkampfcharakter machen (da beieilt man sich ja doch etwas mehr als zu Hause auf den gewohnten Trainingsstrecken ). Na, gefreut hab ich mich dann natürlich doch und 3:37 ist für mich auch ´ne ganz annehmbare Zeit ;-)
Das Wetter hat natürlich auch mitgespielt: Sonne pur, da macht das Laufen doppelt Spaß und die Strecke, fast komplett Radwege am Main entlang, war ebenfalls wunderschön. Insgesamt ein tolles Lauferlebnis. Und ich hab mich riesig gefreut Nicole Benning und Jochen Höschele dort unverhofft zu treffen.


Nicole: Erstens kommt es anders und zweitens als man denkt. So oder so ähnlich läßt sich mein bisheriges Lauffrühjahr zusammenfassen. Statt eines schnellen Marathons lag ich krank im Bett. Statt der geplanten Teilnahme an Wettkämpfen auf verschiedenen Strecken beschränkte ich mich aufs Zuschauen und Anfeuern meiner Vereinskollegen. Seit dieser Woche trainiere ich wieder normal und versuche, die alte Form wiederherzustellen. Und ich wollte mal wieder an einer Laufveranstaltung teilnehmen. Da hörte ich vom 44 km langen Gedächtnislauf von Würzburg nach Gemünden. Prima, ein Trainingslauf in schöner Umgebung, nicht zu weit weg von zuhause, nichts wie hin. Dass die Hinreise dann doch schwieriger war als gedacht lag an der Deutschen Bahn. Zum Glück gab es aber laufende Freunde, die zwei gestrandete Läufer aufsammelten und mit nach Würzburg nahmen.

Jochen und ich liefen im gemütlichen Trainingstempo den Main entlang, hatten unseren Spaß und fühlten uns wohl. Ich wusste es zu verhindern, dass sich mein Mann an den schönen Verpflegungsständen häuslich niederließ, sonst wären wir wohl noch immer unterwegs bzw. hätten im Ziel mehrere Kilos zugenommen.

Auf den letzten 14 km legten wir etwas an Tempo zu, wir wollten wie geplant gegen Ende beschleunigen. Das ging ziemlich gut, nur der starke Gegenwind war etwas nervig. In der Summe ein sehr schöner Trainingslauf. Dass wir Marika und Bruno im Ziel bzw. auf der Strecke getroffen haben, freute mich besonders. Wir hatten uns schon lange nicht mehr gesehen und wir beschlossen dann, noch eine Stunde länger in der warmen Sonne zu sitzen und zu plaudern, bevor uns die Bahn dann zuverlässig - dank unserer Sprinteinlage am Würzburger Hauptbahnhof - nach Hause brachte.
 

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Peter Seifert - Deutscher Meister und neuer deutscher Rekordhalter über 50 km:

Never change a winning team. Wir waren diemal als ein komplettes Team angereist und hatten jede Kleinigkeit bis ins Detail geplant und durchdacht. Zu gewinnen war das eine, aber einen deutschen Rekord zu laufen ist kein Kinderspiel. So hatte sich mein Trainer Wolfgang im Start/Zielbereich postiert und reichte mir dort meine Trinkflaschen. Mein Bruder Klaus dirigierte die Führungsradfahrer und machte mir bei Überrundungen Platz auf der Strecke. Am Verpflegungspunkt bei km 4 standen seine und meine Freundin und kümmerten sich dort um Getränke und Videoaufzeichnungen. Damit war ich nie allein auf der Strecke.

Der Morgen in Marburg war kühl. Ich mag kühle Wettkämpfe ja sehr, aber alles hat seine Grenzen. Bevor die Sonne richtig aufging waren noch Minusgrade und meinen Trainingspartner Lars und mich beschäftigte bis eine halbe Stunde vorm Start die Frage nach der richtigen Kleidung. Letztlich stieg die Sonne höher und wir entschieden uns wie immer für „weniger ist mehr“. Nach dem Start übernahm Lars die Führung, wie abgesprochen und sorgte für das richtige Tempo. Der Wind hielt sich noch in Grenzen. Lars machte einen perfekten Job und bei km 20 sind wir mit 1:08:45 schon fast eine halbe Minute vor dem Zeitplan gewesen und damit deutlich auf Rekordkurs.

Ab der dritten Runde musste ich ohne Lars auskommen. Der hatte den HM in persönlicher Bestzeit von 1:12:29 h gewonnen. Ich versuchte also jetzt allein das Tempo zu halten und machte ein klein wenig mehr Druck. Bei km 25 lag ich mit 1:26:03 h weiterhin sehr gut im Zeitplan und ich fühlte mich wunderbar, aber bis dahin ist jeder Lauf noch unglaublich einfach. Das kann sich ja bekanntlich schnell ändern, wenn man überzieht. Trotz dass der Wind auffrischte war die Rundenzeit mit 33:50 min deutlich zu schnell.

Wolfgang bremste mich lautstark ein. Das war auch gut so, denn der Wind machte mir auf den langen freien Abschnitten der Strecke zunehmend das Leben schwer. Ich hörte auf Wolfgang und nahm einen Gang raus – die vierte Runde war in 34:40 min eine Punktlandung.

Theoretisch hatte ich für die letzte Runde 36:35 min Zeit um trotzdem noch den Rekord zu brechen. Wolfgang schrie ich soll erst ab km 45 anziehen. Über die freie Strecke bis zum Verpflegungspunkt blies mir nun eine steife Brise ins Gesicht, was mich einiges an Kraft kostete. Ich habe nicht versucht das Tempo zu halten, sondern „schenkte“ mir die paar Sekunden, um Körner zu sparen. Marathondurchgang bei 2:25:21 h. Ich hatte aber noch einen schwierigen Teil der Runde vor mir. Ich musste noch ein letztes Mal durch die ganzen engen Kurven. Die scharfe Ecke kurz nach km 4 geht ja noch. Vor allem zwischen km 7 und 9 gibt es viele unterschiedliche Rhythmuswechsel. Der Wendepunkt vor km 8 zwingt jedesmal zum kompletten Stop und Neustart. Das kann nach 48 km schnell mal einen Krampf auslösen. Kurz danach folgt eine weitere scharfe Kurve und sofort danach der Anstieg über die Brücke. Auch das erfordert noch einmal alle Konzentration. So war die letzte Runde mit 34:58 etwas langsamer als geplant, aber dafür hatte ich genug Reserven um lächelnd den Zieleinlauf zu genießen.

Vielen Dank an mein Team. Ihr wart absolute Spitze!!!
 

 

 

René Strosny


Etwas überrascht war ich schon von mir selbst, denn die vorangegangenen kurzen Wettkämpfe deuteten nicht wirklich auf eine neue persönliche Bestzeit hin. Ich hatte zwar das Gefühl, mir es erlauben zu können, auf eine 3:20er Endzeit anzulaufen, aber mit 60 bis 90km pro Woche in den letzten sechs Wochen im Training inklusive Wettkämpfe, war ich unsicher, was die Kondition zum Rennende hin anbelangt.


Bei einer DM stelle ich natürlich auch Ansprüche an mich selbst, und so bin ich konsequent mit 4:00 Minuten pro Kilometer ins Rennen gegangen. Ich spulte absolute gleichmäßig alle 5 Runden ab. Bei Kilometer 35 hatte ich schon das gute Gefühl nicht mehr einzubrechen und war auch fähig, meine letzte Runde noch zu forcieren. Nach 40 Kilometern noch auf Platz 10 liegend konnte ich mich noch mit Platz 6 und einer neuen persönlichen Bestleistung von 3:19:03 selbst belohnen. Für Angela und mich war es ein rundum gelungener Lauftag, da auch sie eine neue persönliche PB erreichte.


Zu guter Letzt ein Dankeschön an die Marburger Truppe für eine tolle Veranstaltung und tolles Wetter. Ein extra Dankeschön an Wolfgang Olbrich und seinen Sohn Leon, die mich neben Peter Seifert einfach noch mit verpflegt haben und Familie Madry, die uns in ihren eigenen 4 Wänden ernährungstechnisch wieder aufgepäppelt haben.
 

Heike Christ:

Nach Marburg hatte es mich zum Laufen noch nie verschlagen, doch es war ein schöner und gut organisierter Lauf. Dafür allen Beteiligten ein "herzliches Dankeschön".

Was meine eigene Laufzeit anbelangt, bin ich ohne große Erwartungen nach Marburg gereist. In den Wochen davor habe ich viel und hart trainiert und deshalb wollte ich einfach nur Kilometer sammeln, wenn möglich recht locker. So locker ging es leider nicht, irgendwie saßen mir die vielen Läufe doch in den Knochen. Deshalb bin ich auch mit meiner Laufzeit zufrieden. In den nächsten Tagen werde ich etwas kürzer treten, um dann in 1,5 Wochen um den Balaton zu laufen.

Meine herzlichen Glückwünsche an alle Platzierten und natürlich an alle Finisher.
 

 Manuela Röder, Dt. Vizemeisterin:

Anfang März eine so lange Strecke laufen, das hatte ich bis dato noch nicht gemacht. Dementsprechend verunsichert, was das Tempo angeht, bin ich in dieses 50km Rennen gegangen. Schon bei km 1 habe ich mich mit Antje Krause gefunden. Wir waren uns schnell einig, das Rennen erstmal behutsam anzugehen und andere vorne taktieren lassen. Die ersten drei Runden liefen Antje und ich Schulter an Schulter. Ich konnte viel von ihrer Ruhe und Erfahrung profitieren. Der zunehmende Wind machte uns ab Runde 3 zu schaffen, zumal nun jetzt auch kein männlicher Halbmarathoni Windschatten spenden konnten. So teilten wir die Windpassagen unter uns auf und überstanden diese Streckenteile relativ unbeschadet. Bei km 32 haben wir gemeinsam die bis dahin auf Rang 2 liegende Antje Müller hinter uns gelassen. Ab km 35 konnte Antje das Tempo nicht mehr mithalten. Schade! Es hatte Spaß gemacht mit ihr zu laufen. Sie motivierte mich nun noch ordentlich weiter am Tempo dranzubleiben, um einen Zeit unter 3:50 Std zu schaffen. Das tat ich dann auch. Ich war überrascht, dass ich das Tempo bis ins Ziel halten konnte und freute mich über eine neue persönliche Bestzeit in 3:47 Std.
Es hat alles gepasst an diesem Tag. Dank der Ernährungstipps im letzten Fördergruppentrainingslager hatte ich auch keine Magenprobleme oder energetische Einbrüche, wie sonst so oft.
Vielen Dank an meinen Freund Enrico fürs Anfeuern und Motivieren!
 

 
 

 Antje Krause, Bronzemedaillengewinnerin:

Wie es aussieht bin ich dieses Mal die Letzte mit dem Bericht, das hängt einfach damit zusammen, dass nach dem Lauf auch noch eine Menge zu tun ist (manchmal auch unverhofft, wie z. Bsp. den verlorenen 12 Sekunden nachspüren).

Aber nun zu meinem Lauf: Eigentlich kann es kurz zusammengefasst werden, es war für mich ein perfekter Lauf abgesehen von der letzten Runde. Dass die Form aufsteigt, hatte das Training der vergangenen Wochen gezeigt. Was fehlte, waren genügend lange Läufe, doch die waren nach der Winterpause einfach noch nicht unterzubringen. Mein Ziel war Bestzeit und, wenn möglich, um die Plätze mitzulaufen. Nachdem ich mit Veronika am Start gesprochen hatte, war mir klar, dass es nur noch um die Plätze zwei und drei ging. Dreimal bin ich bereits Zweite bei DUV-Meisterschaften gewesen, so dass es mir dieses Mal relativ egal war, welche Farbe es hinter Veronika werden würde. Nach der letzten Tempoeinheit eine Woche vorher hatte ich mich entschlossen, es mit 45 Minuten-Runden zu versuchen. Es erwies sich als gut und schön, dass Manuela in etwa die gleiche Vorstellung hatte. Wir fanden uns bereits auf den ersten Kilometern und beschlossen, da Tempo und Laufrhythmus stimmte, zusammenzuarbeiten, was nett war, Ablenkung bot und vor allem später im Wind von Vorteil war.


Eigentlich bilderbuchmäßig liefen wir gleichmäßig bis Km 35 zusammen, als bei mir auf einen Schlag die Muskulatur zu streiken begann. Tja, nichts zu machen. Bis zu Km 40 konnte ich das Tempo noch halbwegs halten, doch die letzte Runde war sehr schwer. Ich war nicht körperlich kaputt, sondern die Beine waren einfach hinüber. Aber ich wusste, dass eine gute neue Bestzeit geben würde und der dritte Platz war auch nicht in Gefahr, so dass ich es noch irgendwie über die Bühne brachte.

Bestzeit, AK-Sieg und Dritter Platz, ich bin zufrieden, jetzt kann es ins Frühjahr gehen.
 

 

Fotos © Gabi Gründling

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Am Sonntag, dem 23. Januar fand im brandenburgischen Senftenberg der 5. Hallenmarathon statt. Bei diesem Event gelang bereits in den letzten Jahren den Athleten der Laufgruppe TSG Wittenburg große Erfolge. Platzierungen in der Gesamtwertung, sowie viele Altersklassensiege standen hier ganz oben. In diesem Jahr fand Mario Reichelt als einziger TSG-Läufer den Weg nach Senftenberg. Er bereitet sich zurzeit speziell auf die „langen Kanten“ vor, zu dem der Spartathlon in Griechenland (243 Kilometer) und die Weltmeisterschaften im 24 Stunden Lauf als Saisonhöhepunkte anstehen. Für ihn passte dieses Event daher optimal in den Trainingsablauf und so entschied er sich über die Distanz von 50 Kilometern zu starten. Pünktlich um acht Uhr in der Früh erfolgte der Startschuss. An erster Stelle wollte Mario überprüfen, ob sich der hohe Trainingsaufwand gelohnt hatte, aber auch eine Gesamtplatzierung unter den ersten drei sollte erneut folgen! Runde um Runde konnte er sich mit einem Kontrahenten absetzen, dem er nur im letzten Schlussviertel tribut zollen musste. Nach 3:38:43 Stunden konnte Mario über den 2. Platz in der Gesamtwertung und den Sieg in seiner Altersklasse jubeln. Mit der Übergabe eines schönes Pokals erfuhr er noch, dass er nun den aktuellen deutschen Hallenrekord über 50 Kilometer in der Altersklasse männlich 40 hält. Auf so eine Auszeichnung sind Mario und die Mitglieder der TSG Laufgruppe sehr stolz. Für Mario war dies ein optimaler Wettkampf und eine gute Vorbereitung für seine weiteren Vorhaben.

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Erstes Trainingslager der Fördergruppe Leistungssport 2011

An diesem Wochenende fand das erste Trainingslager der diesjährigen Fördergruppe Leistungssport der DUV in Steinbach am Donnersberg statt. Nun bereits zum vierten Male waren die Ultraläufer dort zu Gast, um den Jahresauftakt der Fördergruppe zu geben.

Traditionell iegt der Schwerpunkt dieses ersten Trainingslagers im sportmedizinischen und trainingsmethodischen Bereich. Neben umfangreichen sportmedizinischen Untersuchungen durch DUV-Präsident und Fördergruppenmitglied Dr. Stefan Hinze im Westpfalzklinikum in Rockenhausen wurden Vorträge zum Thema Ernährung im Ultralangstreckenlauf, speziell in der Hochtrainingsphase und im Wettkampf, durch den Ernährungswissenschaftler und Mitglied im DLV-Kompetenzteam Ernährung Dr. Olaf Hülsmann, sowie für den Bereich Orthopädische Belastungen im Ultralangstreckenlauf durch den Orthopäden mit Praxis in Donaueschingen Dr. Dietmar Göbel abgehalten.

Langer Lauf am Samstag

Die Vorträge zum Bereich Trainingssteuerung, Periodisierung und Trainingskontrolle, sowie einen weiteren Vortrag zum Thema Stabilisierungs- und Beweglchkeitsübungen wurden durch DLV-B-Lizenztrainer Leistungssport Block Lauf Wolfgang Olbrich abgehalten.

Herrliches Trainingsgebiet

Abgerundet wurden die Vorträge und sportmedizinischen Untersuchungen durch einen physiotherapeutischen Workshop vom Physiotherapeuten und FG-Mitglied Oliver Leu und einen (Kinesio-)Tapingworkshop von Dr. Dietmar Göbel.

Achillessehne und Wade

Mit einem langen Lauf und vielen Höhenmetern am Samstag Nachmittag fand dann auch der praktische Trainingsteil seinen Platz an diesem rundum gelungenen Wochenende.

Trotz Vorträgen bis jeweils nach 21 Uhr an den beiden ersten Abenden kam auch der gesellige Teil nicht zu kurz und wir freuen uns alle auf die weiteren Aktivitäten unserer Fördergruppenmitglieder, über die wir auf unseren Seiten immer aktuell berichten werden!

Mit sportlichen Grüßen

Wolfgang Olbrich, Sportwart

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Nicole Benning berichtet von ihrem "Abenteuer Rodgau 2011"

Am Ende einer harten Trainingswoche durfte ich mir wegen der ungebrochenen Serie meines Mannes den 50er in Rodgau nicht entgehen lassen. Ich war mir darüber im Klaren, dass ich heute keine Wunder erwarten konnte, so wollte ich im 5er Schnitt meine Runden drehen. Aufgrund der Temperaturvorhersagen der Wetterdienste hatte ich mich warm angezogen, was ich gleich nach dem Start schon wieder bereute. Mir war es mal wieder in meinen Winterkleidern viel zu warm! War ich froh darüber, nicht richtig flott laufen zu müssen.

Am Anfang waren wir etwas schneller als das geplante Tempo. Ab der sechsten Runde meldete sich bei Jochen die Erkältung und ab der siebten bei mir die müden Beine. Wir verlangsamten und nutzen die eine oder andere Gelegenheit, um mit laufenden Freunden und Bekannten zu quatschen. Das hatte den Vorteil, dass die Zeit schneller verging und die müden Muskeln sich etwas erholen konnten. Dummerweise trank ich in Runde neun eiskaltes Cola-Wasser (ich dachte, das Wasser, das ich zum Mischen nutzte, wäre warm, war es aber nicht!) - immerhin hatte ich für die nächsten Kilometer neben der Lauferei eine weitere gute Beschäftigung. Mein Magen wollte betreut werden. Ich redete ihm gut zu, er solle doch jetzt noch die paar Kilometer mitmachen. Machte er schlussendlich auch. Runde zehn war abgesehen vom Stop an der Verpflegung wieder deutlich schneller und beschwerdefrei. Als die 50 km rum waren, war ich doch einigermaßen erleichtert, wie das eben bei langen Trainingsläufen manchmal ist. Das mit dem 5er-Schnitt hat gerade so geklappt, was wollte ich also mehr. Und auf der Heimfahrt schmiedeten wir schon am Programm für den Sonntag, denn im Nachbardorf gab es eine IVV-Veranstaltung mit einer 20 km-Strecke. Die hatten wir schon im letzten Jahr am Tag nach Rodgau unter die Füsse genommen. So auch 2011 - nur hin- und zurück sind wir nicht gelaufen.

 

Und auch Antje Krause hat uns ihre Eindrücke geschickt:
 

Für mich war der Ultramarathon in Rodgau im Grunde genommen der erste lange Lauf nach der Weltmeisterschaft in Gibraltar. Nach der überaus erfolgreichen, aber auch langen und kräftezehrenden Saison 2010 habe ich zwei Monate vollständig der Regeneration verschrieben. Wenig gelaufen, keine Wettkämpfe bis auf zwei Crossläufe, ausgeruht.
Es war daher klar, dass der 50er in Rodgau für mich nur eine Standortbestimmung sein konnte. Als Trainingslauf möchte ich es schon deshalb nicht deklarieren, weil ein 50 Kilometerlauf dafür erstens zu lang und zu anstrengend ist und zweitens ein 5 Minutenschnitt für meine Preisklasse dann doch etwas zu schnell für einen reinen Trainingslauf ist.
Der Plan war, mit 24-Minuten Runden zu beginnen und schauen, wie es damit läuft. Zunächst ganz gut, auch wenn mir das Tempo nicht so leicht fiel, wie ich es mir gewünscht hätte. Wie es beim Wettkampf so ist, läuft man am Ende doch schneller, als geplant, auch meine Runden wurden schneller. Nach 30 Kilometern kam dann der tote Punkt, die Beine taten weh, ich hatte keine Lust mehr und dachte mir, ein langer Lauf von 35 km sei eigentlich genug. Eine Runde wollte ich noch langsam auslaufen, das tat ich mit einem Lauffreund und ruck zuck waren wir wieder durch bei der Zeitmessung. Es standen nur noch zweieinhalb Runden an und ich fühlte mich wieder in der Lage, schneller zu laufen. Also noch einmal umdisponiert und den Lauf zu einem überaus zufriedenstellenden Ende gebracht. Auf den letzten 12 Kilometern konnte ich mein Tempo lehrbuchmäßig wieder stetig steigern, was mir im Endeffekt sogar die schnellste letzte Runde bei den Damen einbrachte, wie ich im Nachhinein in der Ergebnisliste gesehen habe.
 

Und auch Heike Christ war in Rodgau:

Rodgau – 29.01.2011

Nach langer Verletzungspause in Folge des Deutschlandlaufs 2010, wollte ich in Rodgau ein kontrolliertes Tempo anschlagen um die 50km-Distanz „im grünen Bereich“ zu laufen. Andreas Gäckle, ebenfalls ein Schwabe wie ich, wollte auch recht vorsichtig starten und so liefen wir gemeinsam.

In Rodgau ist der große Jahresauftakt für die Ultraläufer! Man trifft sehr viele bekannte Gesichter, unterhält sich und läuft ein paar Runden gemeinsam, womit der Lauf recht kurzweilig ist und die Gesamtveranstaltung von einer außerordentlichen Atmosphäre bestimmt wird. Die äußeren Bedingungen waren für Januar nahezu ideal. Es war zwar mit -5 Grad am Start recht frisch, im Laufe der Zeit wurde es aber immer wärmer und wir konnten sogar die Sonne genießen. Der flache 5 km-Rundkurs war komplett schnee- und eisfrei, auch der Wind bereitete dieses Jahr keine großen Probleme. Somit konnten die 671 Läufer und Läuferinnen, die abwechslungsreiche Strecke zwischen Feldern und durch den Wald 10x optimal durchlaufen.

Die ersten 5 km lief ich sehr vorsichtig, doch von Runde zu Runde fühlte ich mich wohler und so steigerten wir kontinuierlich das Tempo. Meine Renneinteilung war sehr gut, langsames Tempo zu Beginn, um dann immer schneller zu laufen. Die letzte Runde war dann auch die schnellste Runde. Das Erfolgserlebnis war perfekt, beide hatten wir unsere bisherige Bestzeit verbessert. Ein sehr guter Start in die Wettkampfsaison 2011! Dies war nicht allen Läufer/innen vergönnt, 196 Teilnehmer (fast 30%) haben die Möglichkeit zum frühzeitigen Ausstieg genutzt - Anfang des Jahres sind viele Läufer/innen noch nicht in Bestform.
Ein „herzliches Dankeschön“ für diesen schönen Lauf schicke ich an die Organisatoren und an die vielen fleißigen Helfer.

Mit Sicherheit „bis nächstes Jahr“!
 

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Martin Rudolph, DUV-Mitglied, meint dazu:

Aufgrund unterschiedlicher Beiträge im Forum der DUV (www.ultra-marathon.org) möchte ich hier folgende Frage aus meiner Sicht beantworten:

Warum bin ich in der DUV?

  • Einer Vereinigung, deren offizielle Vertreter ich persönlich gar nicht kenne!
  • Einer dislozierten Vereinigung ohne Vereinsgebäude oder sonstigen Anlaufstätten!
  • Einer Vereinigung mit Mitgliedern, die ich nur teilweise kenne und bei denen, die ich kenne, oft gar nicht weiß, ob sie überhaupt Mitglied in der DUV sind!
  • Einer Vereinigung des Laufsports, unter deren Flagge ich nicht laufe, trainiere oder sonst etwas gemeinsam mache.

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von Bernhard Sesterheim (1/2006)

Du hast mir Pfunde von den Rippen genommen,
Durch Dich habe ich an körperlicher Attraktivität gewonnen,
viel Kraft habe ich von Dir bekommen,
von zu viel Alkohol bin ich durch Dich weggekommen.

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Trainingspläne und unsere Motivation zum Laufen einmal aus anderer Perspektive betrachtet. Von Ilona Schlegel.

Es gibt Themen, die kommen in allen Laufzeitschriften, Büchern, Foren bis in die Umkleidekabine immer wieder. Neben Ernährung ist Training der Dauerbrenner schlechthin. Vor Wettkämpfen wird gerne erzählt, wie wenig trainiert wurde. Ansonsten geht es um Trainingsmethoden, Trainingspläne, Trainingsumfänge, Wettkampfgestaltung, kurzum um die Antwort auf die sportliche Gretchenfrage „Nun sag, wie hältst Du’s mit dem Lauftraining?“. Bei allen Plänen, Theorien und der umfassenden Literatur liegt die Prämisse zugrunde, dass das Wettkampfergebnis aus der sportlichen Vorbereitung resultiert. Das tut es auch ganz sicher. Dieser Text soll auch nicht die Relevanz von Trainingsplänen abstreiten. Ich meine es mehr unter der Rubrik „quergedacht“ als Perspektivwechsel, den es sich vielleicht mal einzunehmen lohnt.

Das Einmaleins der Trainingslehre

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Der Ehrenpräsident der DUV, Harry Arndt, gibt einen Rückblick auf 20 Jahre DUV

Vor genau 20 Jahren, am 29. Dezember 1985, wurde die Deutsche Ultramarathon-Vereinigung (DUV) im Ausdauersportzentrum Rodenbach/Hanau (in meinem Haus und auf meine Einladung) von 20 ‚Pionieren’ der deutschen Ultramarathonbewegung der achtziger Jahre gegründet. An der Gründungsversammlung nahmen unter anderem teil: Die DUV-Ehrenmitglieder Werner Sonntag, Horst Preisler und Konrad Völkening; Dr. Karl Lennartz, Günter Hünerhoff, Waltraud Reisert, Bernd Evers, Heinz Klatt, Hans Martin Erdmann; Helmut Urbach, Dr. Bernd Holstiege, Dr. Heiner Gaebell, Gerd Boldhaus, Helmut Reitz, Peter Stephan, Hans Portz, Ingeborg Urbach, Franziska Lüttgen, Sigrid und Harry Arndt...

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