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Berichte / News

Hier  findest du die neuesten Mitteilungen und Berichte - und natürlich auch die älteren. Für die musst du dich aber etwas tiefer in die Vergangenheit eintauchen.
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Bei der 100 km-DM waren auch einige Fördergruppenmitglieder auf der Piste. Lest die bisher eingegangenen Berichte von René Strosny, Elke Musial und Nicole Benning:

 René Strosny:

Obwohl die deutsche 100km Meisterschaft nicht mein ausgesuchter Frühjahrshöhepunkt war, bin ich nicht völlig unvorbereitet, aber in guter Form, mit meiner Angie ins brandenburgische Jüterbog, im Fläming, gereist.
Sicherlich ist eine frühere Terminbekanntgabe für eine Jahresplanung günstiger, aber für uns war die
DM trotzdem ausreichend vorangekündigt. Am Abend vor dem Lauf gab es zu den Startunterlagen eine hilfreiche Veranstaltungsinfo in A4 Papierform, die im Internet veröffentlicht, so die ein oder andere Diskussion überflüssig gemacht hätte.


Den Freitagabend haben wir mit einer Kennenlernrunde auf der Skatepiste und einem familieninternen Abendessen in der Taverne „Achilles“ ausklingen lassen.


Am Samstagmorgen sind wir bei laufoptimalen Temperaturen gestartet. Dass die Temperaturen noch im Verlaufe des Tages ansteigen würden, hatten wir auch so erwartet. Dass der Wind auf der zu 80% offenen Strecke von Stunde zu Stunde zulegte, war weniger schön. Dennoch ist die Runde sehr schön und mit den leichten Steigungen auch ideal für mich. Nachdem ich nach der ersten Runde über einen Fotografen getrampelt bin, um an meine Flasche zu kommen, brauchte ich eine weitere Runde, um locker zu werden. In der Dritten war’s soweit. Ich beschleunigte kräftig für die nächsten zweieinhalb Runden. Im Nachhinein zu viel. Bei enormem Krafteinsatz bei diesen Windverhältnissen. So habe ich in den Runden sechs und sieben stark abgebaut, ein paar Gehpausen eingelegt und ernsthaft über Aufgabe nachgedacht. Aber nur, weil das Zeitziel sich von mir verabschiedete, wäre ein Ausstieg zu billig gewesen. Ich hab‘ ja mal gehört, dass Ultraläufer mental sehr stark seien und das habe ich ausprobiert. So bin ich wenigstens zur Holzmedaille gelaufen.
Mit einer Zeit deutlich unter 8 Stunden könnte ich eigentlich zufrieden sein. Familientechnisch habe ich trotzdem schlecht dagestanden, meine Angie in der W45 Bronze, mein Vater Wolfgang in der M60 Bronze, meine Mutter Evi in Betreuung Gold.
Ich glaub‘ ich muß mal wieder üben
 

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Erstens kommt es anders ... (Teil 2) (Nicole Benning)

... so läßt sich mein Erlebnis der DM 100 km in Jüterbog kurz zusammenfassen. Vorbereitung gut, Form sehr gut, alles bestens. Ein guter 100er hätte es werden sollen. Am Start war ich einigermaßen optimistisch, wenngleich voller Respekt, denn 100 km verdienen meiner Meinung nach immer einer besonderen Beachtung. Am Tag vor dem Rennen waren wir Schwaikheimer die Strecke abgefahren, ich fand sie sehr schön, was auch mein Eindruck nach der ersten Runde war. Ich hatte mir vorgenommen, nur mein eigenes Rennen zu laufen und setzte dies auch in die Tat um. Der ständige Gegenwind störte mich natürlich, aber darüber machte ich mir keine weiteren Gedanken, schließlich hatten alle mit dem Wind zu kämpfen. Ein wenig unschön war, dass ich praktisch ab der zweiten Runde völlig alleine lief, vor mir niemand, hinter mir auch nicht. Viel mehr störte mich allerdings ein seltsames Ziehen in meinem linken Bein. Seit der Anreise nach Jüterbog war es da und ich wusste nicht woher und warum. Es begann in Runde zwei am Rücken und strahlte irgendwie ins Bein - völlig unerklärlich. Mit meinen Rundenzeiten war ich zufrieden, in der Beziehung alles bestens. In Runde vier strahlte das Ziehen bis in die Zehenspitzen, ich dachte kurz darüber nach, dass das weitere fünf Runden kein Spaß sein wird. In Runde fünf musste ich kurz anhalten, um meine Schuhschnürung zu öffnen, weil ich das Gefühl hatte, der Fuß wird von diesem seltsamen Schmerz taub. Mein Kopf setzte sich mit der Vorstellung von weiteren vier Runden (= 44 km) auseinander und es wurde mir klar, dass das nicht das sein würde, weshalb ich nach Jüterbog gereist war. Lange Rede kurzer Sinn: Ich stieg nach Runde fünf aus. Erst war ich darüber sehr froh, das gute Zureden der Betreuer im Start-Ziel-Bereich konnte mich nicht zum Weiterlaufen bringen. Dann fiel ich in ein dunkles Loch und war zutiefst enttäuscht. Saisonhöhepunkte stellt man sich anders vor.

Am Ausstieg hatte ich nicht nur am Tag der Meisterschaft und am darauffolgenden Sonntag zu knabbern, das dauerte schon etwas an. Auch weil ich nun so völlig planlos dastehe. Was ich als nächstes größeres Laufziel vor habe ist offen, ich warte ab, was kommt und muss erst diese unerklärlichen Schmerzen im linken Bein, die mittlerweile in der Wade sitzen, in den Griff bekommen. Und dann drücke ich auf "reset" und suche mir einen neuen Höhepunkt, auf den ich mit viel Freude trainieren kann.
 

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Ein anderer Laufbericht – geplatzte Träume (Elke Musial)

Die dt. Meisterschaften im 100km Straßenlauf waren mein Ziel und gleichzeitig mein Traum von einer Bestzeit. Gestern ist nun der Traum geplatzt. Seit Wochen habe ich viel Zeit und Energie in die Wettkampfvorbereitung gesteckt. Alles lief nach Plan. Die Zwischentests über verschiedene Distanzen liefen gut. Somit stand dem 100km Lauf eigentlich nichts im Wege.
Doch dann nahmen in den letzten Wochen die Rückenschmerzen zu und auch ärztliche Behandlung + Physiotherapie brachten nichts. Ich war fest in dem Glauben, dass ich diesen Schmerz ausblenden könnte oder dass dieser überdeckt wird, durch die Anstrengung. Also fuhren wir am 29.4. nach Jüterbog, holten die Startunterlagen und schliefen sogar verhältnismäßig gut vor so einem Wettkampf. Am Morgen leuchtete uns ein strahlend blauer Himmel entgegen. Normalerweise sehr schön, aber es versprach warm zu werden. Dazu ein viel zu starker Wind und eine Strecke die sich an Feldern vorbeizog und logischerweise - Asphalt.
Für eine deutsche Meisterschaft gingen sehr wenig Läufer an den Start und die Verpflegung entpuppte sich auch als sehr dürftig und aus meiner Sicht nicht ultratauglich, so dass ich froh war, dass Steffen mich mit ein paar Dingen versorgen konnte. Am Start erschien es mir sehr kühl, aber kaum dass wir gestartet waren, änderte sich dies. Wir liefen anfangs in einer sehr angenehmen Truppe. Bis Runde 2 war ausreichend Abwechslung durch die Gespräche da. Ich konnte noch ab und zu meinen Rücken ausblenden. Es folgte Runde 3 und die Gruppe wurde ruhiger und zerfiel langsam. Ich dachte: „Bloß nicht alleine laufen. Irgendwo Ablenkung suchen.“ Ich wollte noch ein wenig an Antje Krause, eine sehr nette Läuferin dran bleiben, auch wenn ich wusste, dass ich das irgendwann aufgeben muss. Inzwischen setzte ich den rechten Fuß schon schmerzschonend auf, was umgehend andere Schmerzen hervorrief. Es war also nicht die Lösung. Ich ging in Runde 5 und überlegte 11km was ich mache. Die Entscheidung auszusteigen, kannte ich noch nicht, aber aus eigenen Erfahrungen und den Erfahrungen von Lauffreunden wusste ich, wie langwierig es werden kann, wenn man mit diesen Schmerzen bis zum Schluss läuft und auch dann nicht weiß, ob man es überhaupt bis zum Schluss schafft. Einmal vernünftig sein! Also stieg ich nach Runde 5 bei km 55 aus. 11 km hatte ich darüber nachgedacht, aber was dann kam, hatte ich nicht erwartet. Schlagartig rutschte ich in ein tiefes Loch und bereute schon diese Entscheidung. Der Betreuer vom Nationalteam Deutschland kam vorbei und versuchte mich aufzumuntern. Was hängen geblieben ist sind die Worte: „Manchmal ist eine Niederlage ein größerer Gewinn an Erfahrungen, als ein Sieg.“ Er gab mir auch noch kleine Tipps, für die Rückenmuskulatur und hatte sofort erkannt, dass meine Laufhaltung noch etwas verändert werden müsste. (Danke an Michael Wolf.)
Noch hänge ich in dem Tief und frage mich, ob es das für die Ultradistanzen jetzt war. Nun gibt es mehrere Barrieren – der Rücken, kopflastig ausgestiegen, Trainingsumfang und der derzeitige Leistungsstand. Diesmal konnte mich auch mein Glückssteinchen nicht retten. Wir sind dann zur Hochzeit von einer Lauffreundin gefahren, die seit Monaten mit einer Fußverletzung kämpft. Sie war damals bei einem Wettkampf nicht ausgestiegen. Der schöne Abend tat gut, auch wenn ich gedanklich nicht wirklich von dem Lauf weg kam.
 

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Normalerweise berichten wir an dieser Stelle ja nur von Leistungen und Erlebnissen über Marathon & mehr unserer Fördergruppenmitglieder. Aber besondere Anlässe erfordern auch mal eine Abweichung von der Regel.

Am vergangenen Wochenende (01. Mai) wurde Tobias Hegmann in seiner eigentlichen Spezialdisziplin Duathlon Deutscher Meister in der M35. Er hatte dafür 10 km zu laufen, 36 km Rad zu fahren und nochmal 5 km zu laufen.

Herzlichen Glückwunsch!

 

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Dorothea Pfeffer hat sich beim 6 h-Lauf auf ihren 12er in Basel vorbereitet. Hier sind ihre Eindrücke:

Ein Ultralauf direkt vor meiner Haustür - die Veranstaltung rund um den Seilersee in Iserlohn bot sich für mich drei Wochen vor meinem Start beim 12 Std. Lauf in Basel geradezu an. Ich hatte mich recht spät hierzu entschieden und freute mich, dass ich noch einen Startplatz für den 6 Std. Lauf erhielt. Gleichzeitig wurde auch ein 12 Std.- sowie der Hauptlauf über 24 Std. angeboten. Die Runde um den See misst eine Länge von 1788 m, wobei gleichzeitig 22 Höhenmeter zu überwinden sind.

Kurz vor 10 Uhr am Samstag Vormittag machte ich mich mit meinen Kindern, die mich hervorragend umsorgt haben, Richtung Iserlohn auf den Weg. Dort angekommen, freute ich mich über viele bekannte Gesichter und stimmte mich mit kurzen netten Gesprächen auf den Lauf ein. Start war für alle Läufer Samstag Mittag 12.00 Uhr. Auf der recht kurzweiligen Strecke spulte ich zunächst Runde für Runde ab, wobei ich den Höhenunterschied, insbesondere das kurze knackige Gefälle schon als recht anspruchsvoll empfand. Etliche Runden "drehte" ich zusammen mit der späteren Siegerin, Ulrike Steeger, und freute mich über ein gleichmäßiges Tempo. In der letzten Stunde musste ich dann doch einen Gang rausnehmen; meine Wadenmuskulatur und eine dicke Blutblase am kleinen Zeh machten sich insbesondere auf der Strecke bergab und in der scharfen Kurve im Stadion schmerzhaft bemerkbar. Ich war dankbar, als nach 6 Std. das Signal ertönte und für mich der Lauf beendet war.

Mit meinem Ergebnis von 64,45 Laufkilometern und einem 2. Platz bin ich sehr zufrieden. Ich freue mich auf den Start in Basel und hoffe nur, dass meine Muskulatur mich nicht wieder im Stich lässt
 

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Ludger Böwer ist auch mal wieder in Italien Ultra gelaufen, nämlich bei den 100 km von Seregno, in deren Rahmen im kommenden Jahr EM/WM ausgetragen werden:

Am 3. April war die 3. Auflage des " La cento chilometri di Seregno". Fuer die Organisatoren war die diesjaehrige Austragung die Generalprobe fuer die IAU Weltmeisterschaft im 100km Lauf am 22.4 2011, an gleicher Stelle.

Seregno liegt zwischen Mailand und Como. Es ist ein 50km flacher Rundkurs, der durch 14 angrenzenden Gemeinden verlaeuft. Der schoenste Teil der Strecke ist nach 25 km bzw.75 km. Die Strecke verlaueft dann fuer ca. 8 km durch den Parco di Monza.

Leider wurde die 2. Runde etwas abgeaendert, und der Abschnitt im Parco di Monza auf 4 km verkuerzt - zu Gunsten einer 4 km Schleife im Zielbereich.

Bis auf ein paar Kleinigkeiten ist der Lauf eine Topveranstaltung und absolut WM-wuerdig.

Ich selbst war zum 2. Mal in Seregno und habe viele Bekannte wiedergetroffen. Start war morgens um 07:00 Uhr bei angenehmen Temperaturen. Die 1. Runde bin ich mit Christian Fatton gelaufen, der allerdings nicht ganz fit war. Die 1. Runde war total angenehm. Danke an Christian.In der 2. Runde mussten wir uns leider trennen. Die Temperaturen stiegen in der Mittagszeit bis auf 30°C an,sodass der Lauf ab km70 zu einem harten Stueck Arbeit wurde. Nach 8:27:25 konnte ich als gesamt 11. bei den Maennern und Altersklassenbester finishen.

Christian wurde mit 8:36:45 gesamt 16. und Altersklassen 3. Nach einer schoenen Siegerehrung waren alle Strapazen vergessen. Ich glaube ich bin naechstes Jahr wieder in Seregno.
 

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Oliver Ruf berichtet:

bei herrlichem Sonnenschein und super Temperaturen für die Zuschauer folgte um 11:10 der Start zum Freiburg-Marathon. In diesem Jahr wurde der Halbmarathon und Marathon wieder gemeinsam gestartet. Schade, in den letzten Jahren konnte ich durch den getrennten Start nach meinem Zieleinlauf immer noch beim Zieleinlauf des Halbmarathons zuschauen, sonst kommt man ja nicht dazu.

Optimistisch rechnete ich mit einer Zeit knapp unter 3 Stunden, da ich 2011 erst spät mit der Vorbereitung begonnen und nur wenig schnelle Einheiten gemacht habe. Die erste Hälfte lief wie geplant in etwas mehr als 1,5 Stunden. Nun sollte das Tempo erhöht werden und das klappte auch bis km30 und ab da machte sich meine Oberschenkelzerrung wieder bemerkbar, daher passte ich mein Tempo meinem Oberschenkel an. Es war mein erster Marathon bei dem ich jeden Verpflegungsstand ausgiebig nutzte. Nimmt man nun alles zusammen, bin ich mit meinen Handgestoppten 3:01:33 mehr als zufrieden. Leider werde ich momentan noch nicht in der Ergebnisliste geführt, keine Ahnung warum.


Auch mein Wettkampfernährungstest verlief sehr positiv, mit einem für mich neuen Gel alle 10km, Salztabletten und jeder Menge Wasser hatte ich während des Laufes und auch danach keine Probleme, nicht einmal einen leichten Durchfall wie ich es von anderen Gels nach den Läufen kenne.
 

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Elke Musial lief in Kienbaum den 50er, kam, sah und siegte. Hier ist ihre Geschichte:

„WER LANGSAM SCHLENDERT, SIEHT AM MEISTEN VON DER LANDSCHAFT.“
aus England

Dieser Spruch prägte am Freitag meinen Kalender und ich packte mit gemischten Gefühlen meine Sportsachen. Noch war mir nicht klar, ob ich am Sonnabend wirklich über 50km starten werde. 2 Blockierungen, eine Achillessehnenreizung und ein Gefühl von Erkältung hatten mein Trainingsprogramm der letzten 2 Wochen stark minimiert, aber vielleicht war das genau das Richtige!


Freitag herrschte noch etwa Chaos – mein Freund Sascha Pantel (Ultraläufer) war nicht erreichbar und ich wollte dort nächtigen, also klingelte ich bei meiner Schwester. Alles war geklärt, dann kam der Anruf von Sascha. Alles wieder umändern, aber ich freute mich. Ich fuhr los. „Einer wird schon zu Hause sein“ – so die Aussage von Sascha. Nein, keiner war da. Warten! Nach und nach trudelten alle ein, ein großer Cappuccino, Gespräche, Ablenkung....., dann war ich wieder alleine. Absolute Stille, nochmal Rotlicht nehmen, das Tape etwas kürzen, ein Versuch Kohlenhydrate zu tanken, aber alleine schmeckte es nicht (war also froh, dass ich schon mittags ausreichend Nudeln gegessen hatte), Sachen hinlegen, lesen, zeitig schlafen gehen.


Ab 2 Uhr wünschte ich, dass es doch endlich 4 Uhr wäre – aufstehen, entspannt frühstücken (das geht nur mit Sascha an so einem Tag!), losdüsen im wahrsten Sinne. Bei 160 km/h, mit meinem alten Auto, war ich zumindest wach.
In Kienbaum angekommen, war alles sehr entspannt, familiär, viele bekannte Gesichter, sehr nette Helfer, alle sehr umsichtig und gut drauf, obwohl es nur 4°C waren und es regnete durchweg. Aufregung wollte weder bei den Organisatoren aufkommen noch bei mir als Läufer. Kurz vor 6.30Uhr verließen wir das Auto, gingen an den Start und schon liefen wir. Wir spulten die 5km Runden ab. Alles war gut gekennzeichnet und jeder km war extra markiert. Mein Ziel war pro Runde 23Minuten, was ich auch fast auf die Sekunde mit einer einfachen Stoppuhr und einem guten Bauchgefühl schaffte. Es war ein schönes Tempo, sehr angenehm. Es blieb Zeit für die Natur. Wir liefen den 1.km mit Sicht zum Wasser und alles andere durch den Wald, mit sehr gutem Asphalt. Das zarte Grün machte sich an den Sträuchern breit, Eichhörnchen tummelten sich im Wald.... und der Regen störte gar nicht.(Ich musste an den Freitagspruch denken.)


Innerlich kam ich zu dem Schluss, dass es sich gar nicht so schlecht läuft bei Kälte. Bisher war Hitze mein Favorit.
Runde 3 war schnell da und Antje Müller, die absolute Spitze über 100km, war neben mir. Wir schwatzten kurz. Entweder war ich zu langsam oder sie zu schnell. Ich ging auf einen guten 22er Schnitt über. Runde 6 - kurzes Gespräch mit dem 3. bei den Männern über 50km, aber ich machte schnell klar, dass ich bitte nicht reden möchte. Ich hatte keine Lust, aus meinem Rhythmus zu kommen und wollte auch weiter genießen, denn inzwischen hatte es aufgehört zu regnen und ich war in Runde 8, lief mit Sascha gemeinsam über die Zeitmessung (war schön – wir strahlten beide). In Runde 9. brauchte ich einen kleinen Motivationsschub vom Glückssteinchen in meiner Hosentasche und schon lief ich in die 10. Runde, die dann die schnellste wurde. Zieleinlauf – tolle Zeit – 3:46,04 h – davon hatte ich nicht einmal geträumt. Ich dachte, meine gewünschten 3:51 würden schon ein Traum bleiben. Es ist also vieles machbar, wenn rings herum alles passt. Meine Freude war riesig und die nun durchbrechende Sonne tat ihr Übriges zum Glücksgefühl. Danke an alle, die es mir ermöglicht haben.


So setzte ich meine Rundreise, in meiner eigentlichen Heimat, mit sehr schönen Gefühlen und Gedanken fort.

 

Kai Horschig ist den 100er gelaufen und berichtet:

Zum dritten Mal stand ich dieses Jahr am Start zu den 100 km von Kienbaum. Es war eigentlich wie immer, eine freundliche Begrüssung und Betreuung durch die Veranstalter,
Ecky Breu als unermüdlicher Kommentator sowie das übliche Regenwetter in den ersten Stunden. Für mich stand fest dass dass dieser Lauf eine gleichmässige Trainingseinheit werden sollte,
da für mich in den letzten zwei Wochen aufgrund einer Grippe kein Training möglich war.
Meine Vorgabe war dass ich für die fünf Km –Runde jeweils 27 Minuten benötige und damit nach neun Stunden durch das Ziel laufen würde. Dies ist mir sehr gut gelungen und erstmals habe ich es geschafft
die Zweite Streckenhälfte schneller als die erste zu absolvieren. Meine Laufzeit betrug 8:53,43 , die ersten 50 km in 4:27,03 die zweiten 50 km in 4:26,40 .
Am nächsten Tag konnte ich problemlos einen drei stündigen Lauf absolvieren und bin zuversichtlich für meinen nächsten 24- Stundenlauf.

 

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René Strosny berichtet vom 50er vor seiner Haustür:

Nachdem ich mir einen Start bis zum Samstagabend offen gehalten habe, weil ich ebenso mit dem Rocky-Mountain-Lauf geliebäugelt habe, fiel die Wahl doch auf Eschollbrücken. Schließlich bin ich hier Stammgast und wohne mittlerweile vor der Haustür.

Natürlich gehe ich nicht völlig unambitioniert an den Start, aber ein Blick in die Startliste verrät, dass es nicht einfach sein würde, vorn zu laufen. Dazu kommen noch die ebenso Unvorangemeldeten ;-)


Als Minimalziel habe ich mir eine 3:30 gesetzt. Das Rennen verlief wie erwartet, mit Frank Stephan und Marjan-Jan Olejnik hatte ich meine härtesten Konkurrenten. Mit mehreren Führungswechseln war lange Zeit auch nicht klar, wer hier gewinnen würde. Nach 35km konnte ich mich jedoch von beiden absetzen und mir den Sieg sichern. 


Mit meiner zweitbesten Zeit von 3:23:02 über 50km bin ich nach der PB von Marburg vor 3 Wochen sehr zufrieden. 
Ein Dankeschön an die Organisatoren für eine tolle Veranstaltung. Hier ist es leicht, Stammgast zu sein. 

 

Und auch Frauensiegerin Nicole Benning gehört unserer Fördergruppe an und weiß zu berichten:

 

Mit meinem Start bei den 50 km von Eschollbrücken wollte ich einen langen Trainingslauf absolvieren. Das ist im Rahmen einer Veranstaltung einfach leichter als 50 km über unsere Hügel zu rennen ohne auch nur eine Möglichkeit weit und breit, unterwegs die Trinkflasche wieder aufzufüllen. Um mir die Strecke abwechslungsreich zu gestalten, wollte ich immer eine Runde "schnell" und eine Runde langsamer laufen. Das hat gut geklappt, in der neunten Runde hatte ich aber keine Lust mehr, mich mehr als nötig anzustrengen, weshalb ich es die letzten 10 km habe austrudeln lassen. Mit meiner Zeit von 4:08 h bin ich zufrieden, denn das ist genau das, was ich laufen wollte. Dass ich mit dieser Zeit die Frauenwertung gewinnen konnte hat mich überrascht, ist aber natürlich trotzdem schön. 

Mir hat Eschollbrücken gut gefallen, eine schöne professionelle aber dennoch heimelige Veranstaltung, bei der man ruhig öfter starten kann. Dass die Strecke aufgrund ihrer Beschaffenheit eher nicht für ganz tolle Zeiten gut ist (es sei denn man(n) liebt es, gefühlte 50km über einen Kartoffelacker zu rennen - so was gibt es ja auch), spielt dabei keine Rolle.

 

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Ludger Böwer und Pamela Veith kreiselten letzte Woche 6 Stunden um die Wöhrder Wiese in Nürnberg.

Hier sind Ludgers Eindrücke:Anfang Januar hatte ich mich entschlossen, meinen ersten Ultralauf in Deutschland am 12.01.2011 in Nuernberg zu absolvieren. Nach der guten Erfahrung mit dem Sri Chinmoy Team aus dem letzten Jahr in Basel war die Vorfreude gross.Ich wurde in keinster Weise enttaeuscht. Wunderschoenes Laufwetter, super Orginisation, nette Laeufer und ein paar Bekannte die ich durch die DUV-Foerdergruppe kennengelernt habe. Unter anderem: Gabi als laufende Reporterin und Pamela als Siegerin bei den Damen Mein Minimalziel von 72km habe ich mit 72,978 km erreicht ,und konnte mich ueber einen 3. Platz in der Gesammtwertung freuen. Mit Sicherheit war das nicht mein letzter Ultra in Deutschland.
 

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Marika Heinlein und Nicole Benning waren beim Würzburger Gedächtnislauf über 44 km, der neuerdings von unserem Förderstuützpunkt, der LG Würzburg, mitorganisiert wird. Hier sind ihre Eindrücke:

Marika: habe gestern meinen ersten "Mini-Ultra-Wettkampf" in diesem Jahr absolviert: den Würzburger Gedächtnislauf ( 44km ) und hab ihn doch glatt gewonnen! Damit hätte ich im Leben nicht gerechnet, wollte einfach ein flottes Trainingsläufchen mit Wettkampfcharakter machen (da beieilt man sich ja doch etwas mehr als zu Hause auf den gewohnten Trainingsstrecken ). Na, gefreut hab ich mich dann natürlich doch und 3:37 ist für mich auch ´ne ganz annehmbare Zeit ;-)
Das Wetter hat natürlich auch mitgespielt: Sonne pur, da macht das Laufen doppelt Spaß und die Strecke, fast komplett Radwege am Main entlang, war ebenfalls wunderschön. Insgesamt ein tolles Lauferlebnis. Und ich hab mich riesig gefreut Nicole Benning und Jochen Höschele dort unverhofft zu treffen.


Nicole: Erstens kommt es anders und zweitens als man denkt. So oder so ähnlich läßt sich mein bisheriges Lauffrühjahr zusammenfassen. Statt eines schnellen Marathons lag ich krank im Bett. Statt der geplanten Teilnahme an Wettkämpfen auf verschiedenen Strecken beschränkte ich mich aufs Zuschauen und Anfeuern meiner Vereinskollegen. Seit dieser Woche trainiere ich wieder normal und versuche, die alte Form wiederherzustellen. Und ich wollte mal wieder an einer Laufveranstaltung teilnehmen. Da hörte ich vom 44 km langen Gedächtnislauf von Würzburg nach Gemünden. Prima, ein Trainingslauf in schöner Umgebung, nicht zu weit weg von zuhause, nichts wie hin. Dass die Hinreise dann doch schwieriger war als gedacht lag an der Deutschen Bahn. Zum Glück gab es aber laufende Freunde, die zwei gestrandete Läufer aufsammelten und mit nach Würzburg nahmen.

Jochen und ich liefen im gemütlichen Trainingstempo den Main entlang, hatten unseren Spaß und fühlten uns wohl. Ich wusste es zu verhindern, dass sich mein Mann an den schönen Verpflegungsständen häuslich niederließ, sonst wären wir wohl noch immer unterwegs bzw. hätten im Ziel mehrere Kilos zugenommen.

Auf den letzten 14 km legten wir etwas an Tempo zu, wir wollten wie geplant gegen Ende beschleunigen. Das ging ziemlich gut, nur der starke Gegenwind war etwas nervig. In der Summe ein sehr schöner Trainingslauf. Dass wir Marika und Bruno im Ziel bzw. auf der Strecke getroffen haben, freute mich besonders. Wir hatten uns schon lange nicht mehr gesehen und wir beschlossen dann, noch eine Stunde länger in der warmen Sonne zu sitzen und zu plaudern, bevor uns die Bahn dann zuverlässig - dank unserer Sprinteinlage am Würzburger Hauptbahnhof - nach Hause brachte.
 

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