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(IDW) Die Versorgung der deutschen Bevölkerung mit Vitamin A ist teilweise unzureichend. Diesen Schluss zog Ernährungsmediziner Prof. Dr. med. Hans K. Biesalski als Gastgeber des 2. Hohenheimer Ernährungsgespräches aus den Erhebungen der Nationalen Verzehrsstudie. Einen Tag lang hatten Experten am 23.10.2009 die Ursachen und Folgen der unzureichenden Vitamin-A-Versorgung diskutiert. Betroffen seien vor allem Schulkinder und Senioren über 60. Abhilfe schaffe am ehesten eine gemüsebetonte Mischkost. Der tägliche Bedarf von 1 Milligramm Vitamin A kann auf zwei Wegen gedeckt werden: Entweder durch Nahrungsmittel mit reinem Vitamin A - dazu gehören rotes Fleisch, vor allem Leber, fetter Fisch und Butter, Käse oder Eier, und auch andere tierische Produkte.

Oder der Körper wird mit Nahrungsmitteln versorgt, die einen hohen Anteil an beta-Carotin enthalten. Beta-Carotin - ein Provitamin, das der Körper selbst in Vitamin A umwandeln kann – findet sich in jeder  Art von gelbem oder tiefgrünem Gemüse, vor allem aber in Karotten, solange sie gekocht oder zu Saft gepresst verzehrt werden.

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Den wertvollsten Beitrag zur Gesundheit liefere Vitamin A durch dessen Bedeutung beim Aufbau der Schleimhäute in Mund, Lungen und Nasen-Rachen-Raum sowie bei der Abwehr von infektiösen Krankheiten, erklärte Prof. Dr. med. h.c. Helmut Sies als Referent des Universitätsklinikum Düsseldorf. Folglich ist eine gute Versorgung mit Provitamin A und Vitamin A eine wichtige Grundlage für die Gesundheit gerade in der kalten Jahreszeit. Vitamin A sichert den Aufbau von Körperbarrieren, die von besonderer Bedeutung für den Schutz gegen Krankheitserreger seien.

"Entsprechend den nationalen Ernährungsgewohnheiten wird die tägliche Einnahme von Vitamin A fast zu 50 Prozent durch beta-Carotin gedeckt", sagte Dr. Georg Lietz, von der britischen Newcastle University. Vor allem Vegetarier und insbesondere Veganer seien als besondere Risikogruppe auf ausreichend Vitamin A angewiesen. "Der empfohlene Tagesbedarf für beta-Carotin von 2-4 Milligramm ist zu niedrig, um die momentane Lücke in der Vitamin-A-Zufuhr zu schließen", so das Fazit von Dr. Lietz.

Allerdings gäbe es auch einen nicht unerheblichen Bevölkerungsanteil, dessen Stoffwechsel aufgrund seiner genetischen Veranlagung schlecht in der Lage sei, das beta-Carotin in körpereigenes Vitamin A umzuwandeln. Diese sogenannten "Low-Responder" können bislang nur in wenigen Speziallabors erkannt werden, so dass die sicherste Gesundheitsvorsorge am ehesten durch eine ausgewogene Mischkost erreicht werden kann, die auch tierische Produkte enthält. So wäre eine Scheibe Leber alle 14 Tage schon ausreichend, um den Bedarf an Vitamin A zu decken", rechnet Prof. Dr. Biesalski.

Einigkeit herrschte unter den Referenten, dass das beta-Carotin in der jüngeren Vergangenheit zu Unrecht in die Negativ-Schlagzeilen geriet. "In der Krebsforschung galt dieses Pro-Vitamin lange Zeit als Hoffnungsträger - bis Studien zeigten, dass hohe Konzentrationen (mehr als das 10-fache des täglichen Bedarfs) über lange Zeit das Lungenkrebsrisiko bei Rauchern erhöhen ", so Prof. Dr. Biesalski. Anders ist die Lage jedoch bei natürlichen beta-Carotin-Quellen in der täglichen Ernährung: "Hier können wir mit Sicherheit davon ausgehen, dass beta-Carotin aus Lebensmitteln, angereicherten Säften oder niedrig dosierten Supplementen als sicher angesehen werden können", erklärte der Ernährungsmediziner der Universität Hohenheim. Wir müssen uns also nicht vor zu viel beta-Carotin schützen, vielmehr vor zu wenig!

Bild: Klaus Steves/PIXELIO

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